nach Berlin , als deren wirkliches Mitglied er 1782aufgenommen wurde. Vode dankt die Sternkunde dasneue Sternbild: Friedrichs Ehre, das von allenAstronomen willig angenommen und in die -Himmels-karten eingezeichnet wurde. Sein neues Amt verwal-tete Bode mit dem Eifer eines Mannes, der ganz von sei-nem Streben erfüllt ist; seine: «Erläuterung der Stern-kunde», die stete Verbesserung der neuen Auflagen von der«Anleitung zur Kenntnis; des gestirnten Himmels», wie die1771 begonnenen «astronomischen Ephcmcriden», die eraus 51 Bände brachte, sein großer Himmelsatlas in 20Tafeln mit 17,210 Sternen, darin er den Schatz be-kannter Sterne um 12,000 vermehrt hatte, und sein«Entwurfder astronomischen Wissenschaften» geben davondas rühmlichste Zeugniß. Außerdem war er für die1775 zu Berlin begründete Gesellschaft naturforschenderFreunde thätig. Bode entdeckte und berechnete viele
Kometen, und war der erste deutsche Astronom, der denvon Herschcl in England am 15. März 1781 neuentdeckten Planeten Uranus am Himmel erblickte. Ererfreute sich von vielen Seiten her der ehrenvollstenAuszeichnungen, und seine goldne Amtsjubelfeier unddas Fest seiner 50jährigen schriftstellerischen Laufbahnwar mit Ehrengaben reich geschmückt. Nach derselbenwurde Bode auf sein Ansuchen von den amtlichen Ge-schäften entbunden; gleichwohl ließ er vom Arbeitennicht ab, so lange er lebte. Eine Lungenentzündungwarf ihn im 79. Lebensjahr auf das Krankenlager, aufwelchem ihn noch eine am 29. November bevorstehendeSonnenfinsterniß bis zu seinem letzten Tage beschäf-tigte. Seine letzten Worte waren: »Sterben, Zuver-sicht, Leben!». — Bode's Marmorbüste von Schadow'sMeisterhand ziert die Sternwarte Berlins.