Georg von Frundsberg.
Geb. 1465, gest. 1528.
Georg von Frundsberg, und nicht wie die neuerenSchriftsteller ihn schreiben, Frondsberg oder Fronsberg,dieser ritterliche Feldherr in einer kriegerisch bewegtenZeit, Musterbild eines Heerführers ohne Furcht undTadel, wie sein ebenbürtiger Ruhinesgenoß RitterBajard, wurde auf dem Schlosse zu Mündelhcimim Oberdonaukreis des Königreichs Bayern geboren.Sein Vater Ulrich von Frundsberg, der erste Haupt-mann des Schwäbischen Bundes, erzog ihn ritterlich,und schon im 17. Jahre unternahm Georg seinen erstenFeldzug, auf dem er Freude am Kriegshandwerk ge-wann. In seinem 24. Lebensjahre zog der junge Heldabermals unter seinem Bruder Adam, der au desVaters Stelle Hauptmann des schwäbischen Bundesgeworden, mit dem Heere Marimilian's gegen dieSchweiz, und wohnte dann später im Bayrischen Kriegeder Schlacht im Nordgau in der Nähe Regensburgsbei, in der er ein Fähnlein von den Böhmen eroberteund vom Kaiser den Ritterschlag empfing. Fortdauerndkriegerisch thätig, schwang sich Frundsberg zum kaiser-lichen Feldhauptmann auf; er machte die italienischenFcldzüge sammt und sonders mit, hielt eine Belagerungvon Verona, das er besetzt hatte, mit großer Tapfer-
keit aus, zog von dieser Stadt mit 1000 Fuß-knechten Bologna zu Hülfe, entsetzte die Stadt, nahmdas Lager und schlug das päpstliche Heer in die Flucht.Mehr als eine Fahne eroberte in diesen Kriegen mitden Wälschen der deutsche Held, und sandte sie in dieKirche seiner Heimathstadt. Durch zahllose Kämpfeging er fast immer siegreich und blieb auch nach derRückkehr aus Italien beständig an der Spitze tapfererHeerhaufen, stets bereit, des Kaisers Befehle zu voll-strecken. So bestürmte und eroberte Georg von Frunds-berg unter andern das Schloß Hohenkrähcn die Hegau,darauf sich ein Schnapphahn festgesetzt hatte. Baldaber stand er mit Georg von Lichtenstein und HansJacob von Landau als Oberster über das deutsche Fuß-volk wieder an der Spitze von 0000 Streitern undrückte gegen Venedig; er erlitt mancherlei Bedrängniß mitseinem Heer, bis eine entscheidende Schlacht am 7. Oct.1518 sich für die Deutschen siegreich wendete. Frunds-berg und seine tapfern Strcitgenossen nahmen einewälschc Stadt nach der andern ein, und er besetzteabermals Verona mit 4000 Deutschen und 800 Schwei-zerkriegcrn, deren Oberster Arnold Winkelried war.Bei der darauf erfolgenden Belagerung Verona's unter