Druckschrift 
Ulrich von Hutten
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

33

haben zu sorgen, daß ihren Herrn das Geld nicht aus-geht. Schreibt Ablaß aus, zeigt um Geld dieReliquien!

Eck: Das wird nichts eiubringeu. Der ketzerischeAugustiner hat viele abspenstig gemacht.

Trier : Nehmt's, woher Ihr wollt! Schreibt anFranz von Frankreich !

Eck: Der zahlt nicht mehr! seit seit wirunser Versprechen nicht gehalten!

Trier - Welches Versprechen?

Eck: Luthern aufrecht zu erhalte», um Kaiser undPapst über ihn zu entzweien.

Trier : So droht ihm mit einem Neichskrieg wegenMailand .

Eck: Das wäre umsonst! Der Reichskrieg hatschon begönne»,

Trier : Was?! Seit wann?

Eck: Heute erhielt ich Nachricht.

Trier : Und ohne u»sere Zustimmung?! Glanbtdenn der Kaiser, er sei Herr im Lande? Laßtden Baner zahlen!

Eck: Der Bauer ist ruiniert! Er kann nicht mehr.

Trier : Er muß könne»! Znm Teufel! Solange meine Bauern noch Ochsen im Stall und Kornauf den Feldern haben, brauche ich wahrhaft nicht zudarben !

Eck: Es macht sich unter den Bauern i» derletzten Zeit große- Un U»zufriede»heit bemerkbar.

Trier (einrüstet:) U»zufriede»heit?!

Eck: Sie sagen, sie würden gedrückt und gepreßt!

Trier : Das sagen sie?! Was untersteht sichdas Lumpenpack?! Sie sollen sich nnr rühre», dieSchweme!

Eck: Mir erscheint das nicht so unbedenklich! Dahabe ich ein Buch mitgebracht

Trier : Scheert Euch zum Teufel mit Euern Bücher»!

Eck: Erlauben Euer Gnaden! Das ist ein sehrbedenkliches Buch! Der Verfasser nennt sich nicht: aber,

F. Erich Helf, Ulrich von Huttc». 3