Wer diese Flugschrift ganz gelesen hat, für den stehtdie Thatsache außer Zweifel, daß Lux sich Charlotten niezuvor genähert hatte. Jenes erste Mal, daß er sie mitAugen sah, war zugleich das letzte, und wenn auch seiueBegeisterung sür sie gewisse Wendungen aus der Spracheder Liebenden entlehnt, so konnte doch dies Gefühl an denMotiven einer längst beschlossenen Handlungsweise im Ernstnicht den mindesten Anteil haben; beides ist sicher. Jeden-falls wird man ohne weiteres zugeben, daß der Verfasserderartiger Ausfälle gegen die Machthaber fest entschlossensein mußte, zu sterben: denn es war mit Leuten nicht zuscherzen, welche nicht einmal solcher Anreizung bedurften,um einen Widersacher aus dem Wege zu räumen.
Auch wurde Lux fünf Tage später, am 24. Juli, inseiner Wohnung im Hütsl 6s8 ?g,ti-iotss LoI1gn6s,i8. L-us6es Noulivs, verhaftet. Man nahm seine Papiere in Be-schlag, bei welchen sich unter anderem eine gedruckte deutscheNebersetzung der Verfassung vom 24. Juni 1793 vorfand.Er wurde noch an demselben Tage verhört und gestandmit wildein Freimut seine Ideen und seinen Haß ein. Nachseiner Aussage war er bemüht gewesen, mit Gnadet undPstion Verbindungen anzuknüpfen, diese aber hatten ihmgegenüber Zurückhaltung in einem Grade beobachtet, daßer sich verletzt fühlte. Ueber die Beweggründe zu seineinSelbstmordvorhaben befragt, antwortet er:
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Ich freue mich ihrer Uebcrlcgenheit, denn ziemt es sich nicht,daß der angebetete Gegenstand immer erhabener und höher sei alsder Anbeter?" 19. Juli 1793.
-) ,,Der Plan ist nicht unsinnig, ich füge hinzu, daß es eine ge-wisse Sprache der Tugend gicbt, die man mit denen nicht redenkann, welche deren Grammatik nicht kennen."