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2 (1894) Charakteristiken
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Denselben Brief schreibt er an demselben Tage an denBürger Foucault, Richter im Revolutions-Tribunal, uud13 Tage später, am 20. September, stellt er sein Ansuchenzum dritten Male, indem er sich mit folgenden bittendenWorten an den Präsidenten wendet:

.,^7s ns 1'iZnol'S pss qus o'sst uns immsnsits äs trirvanxhm vons oceuvs; iridis sts-nt a,ux vi'isons äsxui8 clsux niois,

1'Iionnsnr äs vons kairs rsssouvsnir äs moi sn von^priknt äs äsciäsr s'il v :>, Iis» ä's.oous^tion contrs irioi stä'kLoölersl- mon ^juAsmsnt."^)

Wer war wohl dieser Mann, der unter der Hülle derAnonymität behauptete, Lux sei wahnsinnig, und dadurchdie Entrüstung des Gefangenen auf sich zog? Ich müßtemich sehr täuschen, wenn es nicht derselbe Dr. Wedekindwäre, welcher später Lux's Schriften herausgab, sein Kollegeim Mainzer Konvent. Diesem war es gelungen, sich beider Uebergabe der Stadt nach Frankreich zu retten undsich den barbarischen Verfolgungen zu entziehen, mit welchendie ehemaligen Herren ihren Rachedurst stillten, nachdempreußische Bajonnette sie in ihre Staaten zurückgeführthatten. Selbst die Frauen derKlubbisten", wie man sienannte, erfuhren die schmachvollste Behandlung; es warder reineweiße Schrecken".

Nehmen wir nun jenes Journal 6s 1s. Nov.ra.AQs vom4. September zur Hand, so finden wir jenen Artikel, der,

Schmach, wie ein unnützes, erbärmliches, verachtenswcrthes

Wesen gefüttert und eingeschlossen zu werden......Wie auch

das Urthcil ausfallen möge, ihr werdet mich immer zu Dank ver-pflichtet haben"

5)Ich weiß es wohl, daß eine Unznhl von Arbeiten Euch be-schäftigt, aber da ich mich seit zwei Monaten im Gefängnis befinde,so habe ich die Ehre, Euch wieder an mich zu erinnern, indem ichEuch bitte, zn entscheiden, ob Grund zur Anklage gegen mich vor-liegt, und mein Urtheil zu beschleunigen."