von ihm sagte. Ter Krimkricg und das Bündniß mitEngland , wie die moderne Handelspolitik, waren sein eigenesWerk gewesen. Sie waren das Produkt des besseren Teilsieiucr Eindrücke vom englischen Leben. Die freihändlerischeUeberzengnng hatte er ebenso wenig wie andere leitendeGedanken aus tiefen und ernsten Studien, sondern viel mehraus allgemeinen Intuitionen, in denen fich seine geistigeThätigteit bewegte. Ein Hang ,;n stillem Britten undNachsinnen muß als das meist hervortretende Merkmalseiner geistigen Konstitution bezeichnet werden. Scharfesexaktes Arbeiten war seine Sache nicht, dazn war er nichterzogen worden,, und selbst Talente ersten Ranges lernendas selten noch spät im Leben ans sich selber. Hätte erdie Kunst besessen, sich durch eigenen Fleiß Rechenschaft vonden Dingen zu geben, so würde er sich nie jene traum-artige Gewißheit von der vollendeten Kriegsbereitschafthaben beibringen lassen, mit der er von seiner Umgebungin den deutschen Krieg hineingehudelt worden ist. Aberer liebte es seinen Weg still voranzutasten. Von Menschen,die schwierige Aufgaben lösen, hatte er ganz entschieden dieEigenschaft an sich, daß er einen Gedanken zäh, unab-weichbar festhielt; er ließ sich nie darin irre machen undwollte nicht darin irre gemacht sein. Rathgebern, welcheseinen Hauptplan zu durchkreuzen unternahmen, wendete ersich unwillig ab; er wollte nur Ratschläge, die seiner Ideezu Hilfe kamen, nicht solche, welche sie für falsch oder unaus-führbar erklärten. Er ist, sagte mir eines Tages ein feinerBeobachter, wie ein Erfinder, der unablässig seinem Probleinnachhängt; in allen anderen Dingen läßt er sich gern vonandern leiten, vertraut sich ihnen an, nur in seinen be-sonderen Gedanken ist ihm die Opposition unerträglich, dasucht er nur Leute, die ihm beistimmen und an der Aus-führung mithelfen wollen. Er will keine Einwände, sondern
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