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2 (1894) Charakteristiken
Entstehung
Seite
72
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floß die Anlage dazu von allen Seiten ;u. Seine Mutter,als die galante Tochter der Creolin Iosephiue, die stetsbei der Wahrsagerin Mamsell Lenormand lag, mußtenatürlich abergläubisch sein bis in die Fingerspitzen. Vom^ heiin ging auch die Sage eines gewissen Fatalismus.Die Mischung von Freigeistcrei und Furcht vor dämo-nischen Mächten ist in Frankreich stärker als irgendwo.Prosper Merimee , der begabteste Schriftsteller, aber wohlauch der krasseste Nihilist der französischen Neuzeit, unter-nahm nichts au einem Freitag. Ich sprach einmal mitdem verstorbenen Eugene Foreade, dem äußerst talent-vollen Politiker derRevue des deux Mondes, " über denGlanben an das böse Ange i er erzählte mir scherzend aller-hand Geschichten darüber nnd nannte unter anderen PioNono uud den Komponisten Faequcs Lffenbach als be-kannte Gettatori. Bei Erwähnung des einen und desandern Namens bemerkte ich, wie er unter dem Tisch dasBeschivörungszeichen mir dem ausgestreckten kleinen nudZeigefinger machte. Was machen Sie da? sagte ich. Ichglaube nicht daran, sagte er lachend, aber ich kann dochnicht umhin, weuu ich einen Gettatore sehe, oder erwähne,dieses die Gefahr abweudeude Mittel zu gebrauchen. Sowunderlich es klingen möchte, es wurde bestimmt behaupteteEugenic sei weniger abergläubisch als ihr Mann.Alsich noch in Spanien war," hatte sie gesagt,lehrte manmich an eine Masse Zeugs <un tss 6s c1io8kZ) glaube»,an Reliquien u. dgl. m., aber ich halte nichts mehr davon."Sie bewahrte nur ihre strenge Frömmigkeit. Napoleon dagegen, der keine religiöse Ucberzeuguug hatte, sagte einesTages zu einem mit ihm vertrauten Gelehrten, indem erauf ein längliches vor ihm stehendes Kästchen deutetenSehen Sie. mein lieber A'., darüber ist nichts zn sagen,der, welcher über dieses Ding gebietet, ist der obersten