iH^us der wilden Wortschlacht langer Tage — einSchlachten oft nicht eine Schlacht zu nennen — in dieStille der sicher umfriedeten vier Wände zurückkehrend, aufden behaglichen Sitz am Schreibtisch, von dessen andererSeite kein boshaft ungläubiges Mienenspiel, kein hämischerZuruf und — von allem das Schlimmste — kein lautesGespräch gleichgiltiger Feinde oder auch Freunde die Ge-danken zn verwirren droht — welch ein Gefühl der Wonne,allein schon wert, mit allen Opfern des parlamentarischenDienstes erkauft zu werden! — Denn „Dir paßt einzig Tagund Nacht" — und „Wer nicht hinauskommt, kommt nichtheim."
Da steigen sie auf, die Bilder all der Gestalten, diein längst vergangeneu Jahren diese Sphären bevölkertenund so sehr beherrschten, daß man unwillkürlich im Ge-fühle lebte, ohne sie sei das alles nicht denkbar. Obenaufdem Präsidentenstnhl der olympischeSimson, Talare sprechend,wie Berthold Auerbach von ihm sagte, doch mit dem Schalkim Busen, der stets auf der Lauer lag, auf sein ahnungs-loses Opfer hervorzubrechen. Und rechts von ihm, vornauf der Ministerbank, früh und spät, als Gegenstück, derganz und gar nnfeicrliche Präsident des Reichskanzleramts,Minister Delbrück , das lebende Gleichmaß des Chrono-meters, auf jeden Druck mit niemals irrender Gewißheitdie Stunde und Minute schlagend, die eine eben auftauchendeFrage von ihm fordern mochte.