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geht die Konzentration der Betriebe. Nach offiziellen Quellenkamen in England :
1850 auf 1 Fabrik 10858 Spindeln,1885 „ 1 „ 15 2271856 „1 „ 155 Kraftstühle.1885 „ 1 „ 218
Aber diese Zahlen entsprechen noch bei weitem nichtden thatsächlichen Verhältnissen; abgelegene, für die Industriekaum in Betracht kommende, sowie solche Betriebe sind mit-gezählt, welche noch heute in älterer Weise Spinnerei undWeberei verbinden. Zieht man nur diejenigen Fabriken inBetracht, welche ausschliefslich spinnen oder weben, so kamenbereits 1878 auf die Fabrik je 24 738 Spindeln und 305 Kraft-stühle 1 . Ganz anders aber wachsen diese Zahlen, wenn mandie eigentlichen Sitze der Industrie ins Auge fafst. Nachpersönlicher Mitteilung des Herrn Sam. Andrew, Sekretärs derSpinnereibesitzer von Oldham , beträgt die Durchschnittsspindel-zahl in seinem Bezirk 60 bis 65 000, für die Aktienspinnereienbereits Mitte der achtziger Jahre 65 342 Spindeln. Es giebtdaselbst Spinnereien bis zu 185 000 Spindeln. Einer ebenfallspersönlichen Mitteilung des Herrn Rawlinson, Sekretärs dervereinigten Webereien von Nord - Lancashire, verdanke ichfolgende Angabe. Danach ist die Durchschnittszahl von Kraft-stühlen pro Weberei 600, die höchste Zahl der in einem Ge-bäude vereinigten Stühle 2200, der zu einem Betriebe gehörigen4500. Die niederste Zahl ist 110—130 und zwar deswegen,weil bei solchen Betrieben der Unternehmer nur einen Auf-seher braucht, welchen er bezahlen müfste, auch wenn nurweniger Webstühle vorhanden wären. Ausnahmsweise besteht in
1 Ellison, Cotton trade S. 72.