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Der Spinner bezog in diesem Falle einen Wochenlohnvon 11—12 Rubel, also eher mehr als die deutschenSpinner, die ich in meinem „Grofsbetriebe" anführte. Seitden achtziger Jahren hat sich — ein Zeichen steigenderProduktivität der Arbeit — in Narwa die Zahl der Spindelnbedeutend vermehrt, die der Arbeiter dagegen vermindert.Wenn auf eine Spindelzahl bis zu 20000 nur ein Aufseherkam, so war auch dieses Verhältnis zwar ungünstiger als inEngland, dagegen keineswegs schlechter als in Deutschland .Der hohe technische Stand von Kränholm zeigte sich auchdarin, dafs hier wohl allein in Rufsland feinste Garne, vonNr. 90s aufwärts, aus ägyptischer Baumwolle und unter An-wendung von Kämmmaschinen erfolgreich gesponnen wurden.
Betreffend die Schnelligkeit der Webstühle notierte ich(Januar 1893) folgende Ziffern, die ebenfalls von den bestendeutschen und schweizer Beispielen damals kaum erreicht wurden.
Breite 1 arscliin 220 Schläge die Minute,
, P/4 „ 200 „
. P/2 „ 180 „ „ „
Ein Weber bediente 2—3 Stühle, und auf 50 Stühle kamerst ein Aufseher h
Im ganzen genommen dürfte Kränholm nicht teurer alsDeutschland produzieren. Die Überlegenheit des Betriebes zuKränholm über die Moskauer Spinnerei ist aufserordentlichgrofs. Aus den Angaben eines englischen Blaubuchs bereitsaus den siebziger Jahren lassen sich folgende Ziffern be-rechnen 2 :
Jährliche Produktion pro Arbeiter der Spinnerei in
Esthland (Kränholm) Wert 402 Kübel,
Jährliche Produktion pro Arbeiter der Spinnerei in
Jährliche Produktion pro Arbeiter der Spinnerei in
Wladimir 141 „