Ziffern an. So werden z. B. von Schischmarieff als Web-löhne für Maschinenweber im Wladimirsehen 9,50—14 Rubelangegeben h In dem vortrefflichen Grofsbetriebe zu Ramenjebei Moskau , welcher die anerkannt besten Arbeiterverhält-nisse aufweist, wurden Anfang 1893 an Spinner Monatslöhnebis 25 Rubel, Löhne an Zweistuhlweber bis 20 Rubel bezahlt.Diese Ziffern enthalten wahrscheinlich die Maximalgrenze nachoben.
Auf indirektem Wege ist es vielleicht besser möglich, dieLohnverhältnisse der mittelrussischen Industrie zu beschreiben.Soweit überlieferte Lebenshaltung nicht abändernd einwirkt,gilt für unorganisierte Arbeiter auch hier das RicardoscheLohngesetz: die Löhne werden durch den zur Erhaltung undFortpflanzung der Arbeiter notwendigen Betrag bestimmt.Jedoch braucht dieser Betrag nicht immer vom Arbeitgeberselbst bezahlt zu werden. In Rufsland wälzt die Industrieeinen Teil des notwendigen Lohnes ab auf die Landgemeinde.Es beruht dies darauf, dafs der russische Arbeiter in demgewerblichen Lohn nur eine Ergänzung des landwirtschaft-lichen Einkommens erblickt. Die Aufzucht der Kinder, dieSorge für die Alten und Kranken hat die ländliche Gemeindezu tragen. Man findet erstaunlich wenig Kinder in den Ka-sernen der russischen Fabrikarbeiter. Schwangere Frauenwerden zur Geburt auf das Land geschickt, oder die neu-geborenen Kinder werden dorthin verbracht und bleiben dort,bis sie das arbeitsfähige Alter erreicht haben. Arbeitsunfähigewerden in ihre Gemeinden zurückgeschoben. So hält sich diegrofse Mehrzahl aller Einwohner der Industrieorte daselbstnur vorübergehend auf, ohne der städtischen Gemeinde jezur Last zu fallen. Nur unter Berücksichtigung dieser Ab-wälzung eines Teiles der Lohnlast sind die aufserordentlich