Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
321
Einzelbild herunterladen
 

321

schwung, welcher, namentlich in der Eisen- und Kohlenbranche,damals wohl in erster Linie infolge des deutsch -französischenKrieges vor sich ging. Hervorzuheben ist ferner das Auf-steigen der Linie von 188384. Die Linien waren nichtweiter als 1887 herabzuführen, weil zur Zeit der Abfassungder Arbeit die bezüglichen Zahlen für das Jahr 1888 nochnicht veröffentlicht waren. Jedoch ist anzunehmen, dafsnunmehr die Mitgliederzahl von 1884 (855 575) und damitdas neunte Hunderttausend überschritten ist 1 . Es dürftenicht unberechtigt erscheinen, die Zahl der Genossenschafterauf nahezu eine Million zu schätzen. Da die meisten Mit-glieder aber verheiratete Familienväter sind, und man zurDurchschnittsfamilie Frau und zwei Kinder rechnen kann,was eher zu wenig als zu viel ist, weil die Genossen-schafter zu den bestgestellten Arbeitern gehören, so kommtman zu einer Zahl von vier Millionen, welche von der Be-wegung berührt sind. Mitte des Jahres 1888 aber betrug dieBevölkerung von England und Schottland laut officiellenQuellen 32662960 Seelen; es macht also jene mit den Ge-nossenschaften in Verbindung stehende Bevölkerung mindestens12 % der Gesamtbevölkerung aus.

Ehe wir die übrigen Linien der Tafel betrachten, werfenwir einen Blick auf die beigegebene Karte, welche die Ver-teilung der Genossenschafter über das Königreich darstellt.Die ausgezogenen Linien begrenzen die Sektionen, die punk-tierten die Bezirke. Je kleiner die Bezirke, desto dichterdie Genossenschafter. Die schattierte Fläche stellt den eigent-

1 Zu dieser Annahme berechtigt, dafs in dem Bericht des Registrier-amtes, welcher auf Beschlufs des Hauses der Gemeinen vom 9. August1888 veröffentlicht wurde, zwanzig englische Gesellschaften angeführt sind,welche im ganzen eine Jahresvermehrung von 8285 Mitgliedern aufweisen,was bereits die Mitgliederzahl von 1886 über die von 1881 hinausbringt.

v. Schulze-Gaevernitz, Zum soc. Frieden. 21