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Herr Waterhouse jeder Firma ein gedrucktes Formular, inwelchem unter den Rubriken Schienen, Stangen, Platten u. s. w.die gesamte verkaufte Quantität und der Nettoverkaufspreis(d. h. der Verkaufspreis weniger den vorgesehenen Abzügen)anzugeben ist. Innerhalb der ersten zehn Tage des Viertel-jahres pflegen diese Listen angefertigt und Herrn Waterhousenach London zugesandt zu werden.
Sobald alle Eingänge erfolgt sind, reist Herr Waterhousezu ihrer Kontrollierung in den Bezirk, für welchen die Kam-mer besteht. Jede einzelne Firma wird besucht und die vonihr gemachten Angaben nach ihren Büchern geprüft. Zunächstwerden die oben erwähnten Bücher rechnerisch genau durch-gegangen. Es erklärt Herr Waterhouse, bei dieser Prüfunghauptsächlich darauf zu sehen, ob die von dem Rohpreise ge-machten Abzüge berechtigterweise geschehen sind oder nicht.Er fühle sich dabei als Vertreter der Arbeiter, indem er alspraktischer Mann es dem Interesse der Arbeitgeber über-liefse, alle Abzüge, zu denen sie berechtigt wären, wirklichzu machen.
Zu diesem Zwecke werden die Bücher, in denen dieFrachten verzeichnet sind, vorgefordert. Auch greift maneine Anzahl von Fällen heraus, in denen nach den bestehen-den Tarifen die Frachten ausgerechnet und mit jenen ange-gebenen verglichen würden. In Fällen aufsergewöhnlichhoher Abzüge wird das Kontraktbuch der Firma eingesehen,die Einzelheiten des Kontraktes geprüft und danach dieBerechtigung der Abzüge als Fracht, Diskont u. s. w. be-urteilt.
Ebensowenig wie die Abzüge werden die Angaben bezüg-lich des verkauften Gesamtgewichts auf guten Glauben an-genommen, da ja die Bücher, aus denen die Berichte an denRechner entnommen wurden, besonders zum Zweck der Lohn-