Gewerkvereinsphäre auf die gelernten Arbeiter war der Vor-wurf, den die aprioristischen Theoretiker gegen diese Orga-nisationen zur Hebung der Arbeiter erhoben hatten. Diesauch war der Hacken, an dem die praktischen Feinde der-selben, die officiösen Staatssocialisten und die Socialdemokratenstets angeknüpft hatten.
„Da war seit Jahren unter dem Einflüsse der Ausbreitungsocialdemokratischer Lehrmeinungen, •— nicht unter den Ar-beitern, sondern den Gebildeten Englands , — eine Bewegungunter den ungelernten Arbeitern Londons entstanden. Ingrofsen Demonstrationen und lauten Massenversammlungenhatte sich dieselbe bemerklich gemacht, und mit begreiflicherSchadenfreude pflegte unsere officiöse Presse über jede dieserDemonstrationen zu berichten. Die Entwicklung schien danachden officiösen Staatssocialisten und den SocialdemokratenRecht zu geben, die da behaupteten, dafs es mit den Gewerk-vereinsorganisationen nichts sei.
„Dies schien um so mehr der Fall zu sein, als eineGefährdung der alten Gewerkvereinsorganisationen unter demEinflüsse der seit 1873 anhaltenden Depression zu Tage trat.Die Unterstützung der Arbeitslosen hatte in manchen Jahrenmehr als die Jahreseinnahme der Vereine betragen. DerBankerott der Gewerkvereine schien vor der Thüre zu stehen.
„Da trat eine Wandlung im vorigen Jahre ein. Handelund Industrie erlebten einen neuen Aufschwung. Die Kassender alten Gewerkvereine fanden wieder vollen Ersatz fürdas in den vorausgegangenen Jahren Verlorene. Plötzlichhörte man, die Dockarbeiter, die letzten unter den Müh-seligen und Beladenen Londons , hätten die Arbeit eingestellt.Nach aller Voraussetzung mufste der Strike scheitern. Alleindas Gegenteil trat ein: die Docker erfochten den Sieg.
„Die Zeitungen meldeten nun eine rapide Mehrung der