Viertes Kapitel: Allerhand Mittel zur Geldbeschaffung 67
zunehmen, die von den Projektenmachern ausgingen. Wir sindso glücklich, diese aus allgemeinen Erwägungen und Beobach-tungen gewonnenen Einsichten wiederum bestätigt zu hören voneinem der besten Sachkenner der damaligen Zeit: D. Defoe ,der sich auch über diese Zusammenhänge und zwar wie folgtausläßt:
Ende des 17. Jahrhunderts, meint er (und die Nichtigkeitdieser Annahme wird auch durch andere Zeugnisse bestätigt: esist die Zeit, in der die holländischen Juden von der LondonerBörse Besitz ergreifen) habe in England der Effektenhandel(swck-jobbmA) angefangen, sich zu entwickeln. „Er bestand an-fangs aus den einfachen und gelegentlichen Übertragungen vonZinsen und Aktien von einem auf den andern. Aber durch dieEmsigkeit der Börsenmakler, welche das Geschäft in die Äandbekamen (eben die Juden), wurde es ein Kandel und zwar einer,der vielleicht mit den größten Intrigen, Listen und Ränken be-trieben wurde, die nur je unter der Maske der Ehrlichkeit zu er-scheinen wagten. Denn während die Makler die Würfelbecherin der Kand hielten, machten sie die ganze Börse zu Spielern,setzten die Preise der Aktien nach ihrem Belieben herauf undherab und hatten dabei stets Käufer sowohl wie Verkäufer inBereitschaft, welche ihr Geld der feilen Zunge der Makler an-vertrauten. Nachdem dieser plötzlich in die Äöhe geschosseneHandel die Süßigkeit des Erfolges genossen, welcher im all-gemeinen etwas Neues zu begleiten pflegt, entspringt aus ihmwiederum der außergesetzliche vielseitige Gegenstand, von demich spreche (8c. Projekte) als geeignetes Werkzeug, um denBörsenschwindlern Arbeit zu verschaffen. So zog derBörsenschacher das Projektmachen groß, und dieseshat dafür sehr angelegentlich für seinen Milchbruder gekuppelt,bis schließlich beide zu Ärgernis erregender Landplage ge-worden sind""«).
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