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Dritter Abschnitt: Die sozialen Umstände
Portugal schon im ersten Jahre nach Abschluß des Methuen-Vertragcsfür 13 Millionen Crusados (5 2-/4 Mach Waren ausführte^»).
6) Brasilien. Hierhin ging ein Teil der Waren, die England nach Portugal verfrachtete. Aber außerdem bestand noch ein beträcht-licher Handel mit dieser Kolonie selbst. Namentlich feine englische Wollwaren wurden dort abgesetzt, da die reichen Brasilianer mitVorliebe solche trugen^').
Mir scheint: dieser Tatbestand, den ich hiermit aufgedeckthabe: daß Frankreich und England um die Wende des 17. Jahr-Hunderts und im Anfang des 18. Jahrhunderts mit Bargeldförmlich überflutet wurden, ist außerordentlich wichtig und darfbeileibe nicht übersehen werden, wenn man sich ein richtigesArteil über die Zusammenhänge des Wirtschaftslebens injenen kritischen Jahrzehnten bilden will; ich habe an andererStelle feststellen können, daß jene Zeit von den besten Be-obachtern als eine „Gründerzeit " (auch abgesehen vom Law-und Südseeschwindel, die nur den Abschluß dieser Periodebildeten) bezeichnet wurde: als ein aZe oi projectiriA. And daßdiese Beobachtung richtig war, bestätigen uns die Tatsachen,die uns die Quellen jener Zeit in reicher Fülle mitteilen.Äier wurde gezeigt, welche Geldmengen damals in die beidenLänder geströmt waren und strömten: wir können getrostschließen, daß sie die Grundlage und die Veranlassung jenesSpekulationsfiebers bildeten, und daß also dieser wichtigste Fallin der Wirtschaftsgeschichte mit schlagender Deutlichkeit zeigt,welche große Bedeutung die Vermehrung des Geldvorrats fürdie Entfaltung des kapitalistischen Geistes (denn diese Seite desProblems interessiert uns hier allein) besitzt.
Nun gehen wir aber noch einen Schritt weiter und fragen:
Woher stammten die Mengen Bargeld, die in jener Zeitnach Frankreich und England kamen?
Meine Ausführungen über die Quellen dieser Geldbeträgeenthalten schon die Antwort: es war das Silber der amerikani -