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Der Bourgeois : zur Geistesgeschichte des modernen Wirtschaftsmenschen / Werner Sombart
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Quellenbelege

241) Siehe die ArtikelAnlage",Disposition",Instinkt" im.Handwörterbuch der Philosophie von Dr. Rudolf Eisler (1913)und die daselbst angeführte Literatur. Dazu vgl. noch K. Kurella,Die Intellektuellen und die Gesellschaft. 1913.

242)Zum Leiter großer Unternehmungen fehlte mir auch dasgute Gedächtnis": Werner S i em ens, Lebcnserinnerungen, S. 296.

243) »(Zuare non, quantum quisque prosit, seäquanti quisque sit, oonäeranäum est«: Brutus 257.

244) ?tenophon, Oeconomicus (deutsch von M. Äod er-mann 1897): 2. 9. 12. Kapitel.

245) »Lticlm sit a venereis amoribus ^versus: czuidus si secleäerit non sliuä quiclquam possit coZitare quam illuä quoclcliliZit: n-im vitiis eius moäi pellectus snimus nec praemiumjucunäius czuam iructum libiclinis nec supplicium ^ravius quamkrustrationem cupiäitatis existimat.« Columella, ve re rusticsI_ib. XI. c. I.

246)Es ist sehr schwer begreiflich, nahezu ganz unerklärlich,wie von einer im individuellen Leben infolge äußerer Eindrücke ge-bildeten Verbindung von Fortsätzen der Ganglienzellen die Spurauf die Genitalzellen übertragen werden könnte, so daß in dem Or-ganismus der folgenden Generation die entsprechende Verbindung(ganz oder teilweise) zustande käme." Ä. E. Ziegler, Die Natur-wiss. n. die sozialdem. Theorie (1893), 251.

Es ist hier gewiß nicht der Ort, in eine Erörterung des Problemsder Vererbung erworbener Eigenschaften einzutreten. Es mußgenügen, wenn der Verfasser sich als Anhänger der anti-lamarckistischenAuffassung bekennt. Natürlich gilt auch die Beweisführung im Textnur unter der Voraussetzung, daß diese (hier unbewiesen übernommene)Auffassung richtig ist. Für den, der aus allem alles werden läßtbloß durch äußere Einwirkung, also für den Lamarckisten oder Milieu-theoretiker, gibt es ja bei der Behandlung von Fragen wie der unsrigenim Grunde überhaupt keinbiologisches" oder Veranlagungsproblem.Für ihn ist der Mensch, sei es als Einzelwesen, sei es als Volk,ein Mannequin, den der Zufall des äußeren Schicksals in beliebigerForm herausputzt; der zu den Seelenzuständen kommt, wie derÄaubenstock zur Haube, die man ihm aussetzt.

Soviel ich zu beurteilen vermag, ist übrigens der heutige Stand