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Bernardini, alter Landadel, werden im 12. Jahrhundert, nachdem ihreBurgen zerstört sind, zum Wohnen in der Stadt gezwungen (Davidsohn•539), wo wir sie im 13. Jahrhundert unter den Grofskauf leuten wieder finden,deren Namen uns Peruzzi (161) mitteilt; andere Zweige derselben Familieals Händler in Siena und Lucca nachgewiesen. Schulte 1, 258. 598.
Buondelmonte (Montebuoni), erleiden im 12. Jahrhundert dasselbe Schicksalwie die Bernardini (Davidsohn 416/17) und widmen sich dann ebenfalls demKaufmannsberufe. Noch im 15. Jahrhundert finden wir sie unter den Floren-tiner Kaufleuten in der Türkei . Siehe das betr. Ms. bei Pagnini 3, 303.
Buonfantini: im 11. Jahrhundert Gastalden der Markgräfin Mathilde.Davidsohn, Forschungen zur älteren Geschichte von Florenz (1896) 62; im14. Jahrhundert als reiche Handelsherren Pächter der Münze von Sehwäbiseh-Hall. Schulte 1, 332.
üaponsaccld. Granden aus Fiesolae. Vill. IV. 11; Kaufleute im 13. Jahr-hundert. Peruzzi 160.
Cavalcanti.; gehören zu den vornehmsten Florentiner Ritterfamilien.Santini, 1. c. p. 201 und öfters. Ein C. ist 1192/93 Konsul der Kaufleute.Davidsohn, Gesch. von Florenz 1, 667. 1220 Konsul der Calimala, 1245
Wucherer: Davidsohn , Forsch. 3. 229, 9.
Cldarenti, ein mit den Colonna befreundetes Ghibellinengeschlecht;Lieblingsbankiers des Papstes Nicolaus IV .
Falconieri, als altes Adelsgeschleeht aus ihren Kämpfen mit den Vis-domini bekannt, Vill. VIII. 1. Berühmtes Bankhaus. A. Beer, Gesch. desWelthandels 1, 211. 1243 „clarissimus F. civis et mercator Flor.“ David-
sohn, Forsch. 3, 7.
Fifanti, vornehme Ritterfamilie, vgl. z. B. Hartwig, Flor. Gesch. 2,77. Santini, 1. c. Konsuln 1185, 1191, 1192 (Delizie 7, 138); stellt 1192/93einen der Konsuln der Kaufleute. Davidsohn 1, 667.
Guidi, alter Landadel, dessen Burgen 1138 zerstört werden, bis er im13. Jahrhundert dauernd unterworfen wird. Vgl. z. B. David so hn 1, 435 f.451. 0. Hartwig, Flor. Gesch. 1, 33. Santini, 1. c. p. 201. Ein CarusGuidonis wird schon 1278 als Übermittler deutscher Zehnterträge nachFrankreich genannt, ebenso 1306 ein Simon Guidi. Gottlob, Kreuzzugs-steuern 246/47. Schon 1248 haben die Guidi Kontore in Paris ; 1307 ist. einBiccio Guidi „maitre göneral des monnaies“. Pigeonneau 1, 255.
Lamberti, bekanntes altes Adelsgeschlecht; vgl. z. B. Hartwig, Flor.Gesch. 2, 77; Santini, 201. 203. 1195 Konsuln (Del. 7, 139); Kaufleute: Pe-ruzzi, 160.
Paszi, alter guelfischor Adel. Vgl. z. B. Hartwig, Flor. Gesch. 2,66/78; Davidsohn, Studien 3, 285; eine der 35 Ritterfamilien a spion doro.Deila dec. 2, 277; bekanntes Bankhaus.
Pdlio ; ein P. ist 1197 Stadtkonsul („i consoli . . . appartenevano indub-biamento alla nobiltä“). 1202' cons. dei mercatanti; ein anderer 1216 etc.Santini, 1. c. p. 199. 201. Vgl. Guis. Centi, Saggio di storia di alcuniedifizi del Centro di Firenze, in den Studi sul centro di Firenze, 92 f.
Binuccini, von dem berühmten Kastell bei S. Donato ihren Ursprungableitend, seit dem 13. bozw. 14. Jahrhundert dem Handelsstande angehörig,seit dem Tode Francescos allen Familien der Stadt an Grundbesitz überlegen.Reumont, Beiträge zur ital . Gesch. 5 (1857), 354 f. 360. Die R. bilden eine
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