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1 (1902) Die Genesis des Kapitalismus
Entstehung
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633
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Siebenundzwanzigstes Kapitel. Die Handwerker in der Gegenwart, ygg

Dafs auch die Verarmung der Handwerker wiederum sehr grofseGradunterschiede in den einzelnen Gewerbezweigen auf-weist, ist selbstverständlich. Es scheint, als ob durchgängig die Lage derNahrungsmittelhandwerker, namentlich der Fleischer, am günstigsten,die einiger Bekleidungshandwerker, namentlich der Schuhmacher,am ungünstigsten sich gestalte. Das mag teilweise in der Ver-schiedenheit der Lage ihrer Handwerke seinen Grund haben.Ebenso sehr können aber andere Momente hier Einflufs ausüben. Sopflegt sich die Zahl der Fleischereibetriebe viel besser der vor-handenen Arbeitsgelegenheit anzupassen, als etwa die der Schuh-macher ; aus dem sehr plausibeln Grunde, weil die Etablierung einerFleischerei erheblich gröfsere Mittel verlangt und deshalb schwierigerund seltener ist als die Ansetzung in anderen Gewerbezweigen.Ferner verfügen, aus demselben Grunde, die Fleischer und ver-wandteteure Handwerker über gröfsere Mittel, mit denen sieentstehende Einnahmeausfälle decken können u. s. w.

Eines der lehrreichsten Symptome für den Wohlstand dereinzelnen Handwerker, an dem auch die Abstufung der verchiedenenGewerbe zum Ausdruck kommt, ist die Dienstboten haitun g.Ich teile hier für einige der wichtigsten Handwerker die Ziffernmit, welche die Berufszählung von 1895 zu Tage gefördert hat,und füge diejenige der Statistik von 1882 zum Vergleiche hinzu 1 .Danach kamen auf 1000 selbständige Dienende bei den:

1882

1895

Bäckern .

. 467

428

Gerbern.

. 445

466

Fleischern.

. 408

405

Tapezierern .

. 219

168

Buchbindern.

. 217

215

Uhrmachern.

. 173

175

Schlossern.

. 126

133

Sattlern.

. 112

107

Zimmerern.

. 107

88

Malern und Stuckateuren .

. 102

92

Hufschmieden . . . . ' .

. 98

90,7

Maurern.

. 88

72

Tischlern.

. 61

67

Schneidern.

. 36,5

31

Schuhmachern.

. 31,2

30,5

1 Vgl. P. Voigt, Das deutsche Handwerk etc. S. 680 f.