Vierter Abschnitt.
Die Neugestaltung des Güterabsatzes.
Achtzehntes Kapitel.
Die Vermehrung der Händlerschaft.
Die vorangehenden Kapitel haben gezeigt, in welchen Richtungendie Bedarfsentwicklung unter dem Einflüsse des Kapitalismus neueWege geht. Jetzt wird der Nachweis zu führen sein, dafs undwie die Organisation des Warenumsatzes und-Absatzessich in einer der veränderten Bedarfsgestaltung entsprechendenWeise selbst einer Neugestaltung unterzieht: erst danach werdendie Wirkungen der Marktveränderungen auf die Produktion in ihrerganzen Tragweite verstanden werden können.
Was aber zunächst die intensive und extensive Steigerung derNachfrage nach marktmäfsig abgesetzten Gütern erheischte, wareine Vermehrung der Händlerschaft. Eine solche ist in derThat in allen Ländern fortschreitender Kultur eingetreten und zwarmit solcher Regelmäfsigkeit, dafs wir geradezu den Anteil derhandeltreibenden Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung als einenGradmesser der wirtschaftlichen Entwicklung betrachten können.Wir finden nicht minder eine Abstufung dieser Anteilziffern in ver-schiedenen Zeitläuften eines und desselben Wirtschaftsgebiets alszwischen den verschieden hoch entwickelten Teilgebieten eines unddesselben Landes, als endlich auch zwischen Ländern verschiedenhoher Entwicklungsstufe.
So wurden im Königreich Preufsen Erwerbsthätige im Handelgezählt auf 1000 Einwohner:
1843 = 9,7 (nach Dieterici)
1895 = 24 (nach der Berufszählung).