Einundzwanzigstes Kapitel. Die Hilfsorgane d. moderneu Detailhandels . 405
Von diesen waren inländische Reisende 21202, ausländische5635.
Je gröfser nun aber die Zahl der Reisenden, desto stärker dieKonkurrenz, desto kleiner der Kaufmann, an den sie sich wenden,desto entlegener der Ort, wohin sie die Sekundär- und Tertiärbahnnoch führt, desto extensiver und intensiver die Ausweitung desAbsatzspielraums kapitalistisch produzierter Gegenstände im Rahmendes modernisierten Detailhandels. Dieser aber sieht im Laufe derEntwicklung aufser dem Institut der Reisenden noch eine Reihenicht minder bedeutsamer Organisationen zur Vermittlung des Ab-satzes zwischen den Fabrikanten und sich erstehen, die wir zu-sammenfassend bezeichnen können als:
C. Die Zwisclienhaudelsorganisationeu l .
Als solche tritt zunächst auf:
I. Der Grossist alten Stils.
Dieser, der typische Mittler zwischen Fabrikant und De-tailleur, so lange der Schwerpunkt des Detailhandels noch imBranchengeschäft liegt, ist vielfach aus den gröfseren Detail-händlern der bedeutenderen Provinzstädte hervorgegangen. Erentstand in der Zeit, als infolge zunehmender Konkurrenz unterden Detaillisten der gröfseren Plätze, namentlich seit der Ent-wicklung des Reisens ein Ansporn geschaffen wurde, die vor-handene gröfsere Kapitalkraft noch in anderer Weise als demblofsen Selbstdetaillieren zu nützen. Der Grossist trat jetzt in das-selbe Verhältnis zu den Krämern in den Landstädten ohne odermit schlechter Bahnverbindung, in dem der Fabrikant zu ihmgestanden hatte, ehe das Reisen auf kam. Er kaufte vom FabrikantenWaren in gröfseren Mengen und daher billiger ein und wurde vonden Krämern der Landstädte regelmäfsig besucht. Mit der Ver-mehrung der Bahnverbindungen aber wurde es dem Grossistenmöglich, auch seine Kundschaft durch Reisende besuchen zu lassen,wodurch abermals der Absatzkreis der Ware intensiv und extensivgesteigert, dem Detaillisten die Existenz erleichtert wurde.
Mit zunehmender Erleichterung des Verkehrs, wachsender