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Erster Abschnitt: Die treibenden Kräfte
tätigkeit zu unterschätzen. F. W. Taussig, Inventors and money-makers1915; Kob. S. Brookings, Industrial ownership, its economic and socialsignificance 1925; deutsch von E. Kuczynski u. d. T. Die Demokrati-sierung der amerikanischen Wirtschaft. 1925. —
Aus den übrigen Literaturen nenne ich noch die sehr nützliche Unter-suchung von S. J. Chapman u. F. J. Marquis, The Eecruiting of theEmploing Classes from the Eanks of the Wage-Earners in the CottonIndustry. Journal of the Eoyal Statistical Soc. V. 75. P. III. Febr. 1912;ferner das Werk von Maurice Dobb, Capitalist enterprise and socialprogress. 1925. Das 400 Seiten starke Buch zerfällt in einen theoretischen,einen historischen und einen praktischen Teil. Der Yerf. kennt nur dieLiteratur in englischer Sprache, daher von mir nur „Juden“ und „Bour-geois“. Angesichts dessen ist das Buch eine ganz respektable Leistung.S. S. Hammersley, Industrial Leadership, s. a. (1925), enthält Be-trachtungen eines englischen Politikers.
Sehr beachtenswert, zwar privatwirtschaftlich gedacht, doch mitweitem Blick geschrieben ist das Buch von J. Carlioz, Le gouver-nement des entreprises commerciales et industrielles. 1921. F. M. Wibaut,De nieuwste ontwikkeling van het kapitalisme (1913) ist eine polemischeAuseinandersetzung mit mir.
3. Unübersehbar ist die biographische Literatur. Es gibt keinen nam-haften Wirtschaftsführer, der nicht seinen Biographen gefunden hätte,wenn er nicht selbst der Welt sein Leben geschildert hat. Es ist unmöglich,hier auch nur die wichtigsten Unternehmerbiographien oder Selbstbio-graphien aufzuzählen. Ich begnüge mich damit, auf einige Sammelwerkehinzuweisen.
Meist englische Unternehmer der älteren Generation (28) behandelndie Bücher von Samuel Smiles , Men of Invention and Industry, 1884und Life and Labour. 1887. Die Lebensgeschichten älterer englischerBankiers enthält das lehrreiche Buch John Hughes, Liverpool Banksand Bankers. 1906.
Ebenfalls der älteren Generation (Anfang des 19. Jahrhunderts) ge-hören diejenigen amerikanischen Kaufleute an, über deren Schicksale inder zweibändigen Sammlung Walter Barrett, The old merchants ofNew York City (1862/63) berichtet wird. Eine große Anzahl amerikanischerUnternehmer der letzten Generation schildert in ihrem Entwicklungsgängedas Werk von Gustavus Myers , History of the Great American For-tunes. 3 Vol. 1911. Leider läßt sich der kenntnisreiche Verfasser dazuverleiten, allzusehr nach betrügerischen Machenschaften zu fahnden, sodaß sein Buch eine Art von Hintertreppengeschichte des amerikanischenKapitalismus geworden ist. Sehr viel bescheidener ist die Sammlung vonLebensbeschreibungen der führenden Männer in der Petroleum-, Stahl-,Telephon-, Gas- und Wasser-, landwirtschaftlichen Maschinen- und Auto-mobilindustrie, die aber alle anschaulich und aus guten Quellen ge-schrieben sind, in dem Buch von Burton J. Hendrick , The age ofbig business. 1920.