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3. Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus ; 1 (1927) Die Grundlagen - Der Aufbau
Entstehung
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Zweiter Abschnitt: Der Staat

Menschen zu tun. Sie ist vielmehr durchaus eine Schöpfung des Inter-esses und rein rational begründet. Wie wenig sie gegen die großen,feindseligen Strömungen standzuhalten vermag, hat der Weltkrieg er-wiesen. Internationalismus ist eben kein Weg zum Frieden. ImGegenteil.

Im einzelnen besteht der wirtschaftliche Internationalismus ausfolgenden Bestandteilen:

a) aus dem formalen Teile des sog. Völkerrechts;

b) aus dem internationalen Privatrecht;

c) aus den einzelnen Konventionen.

Das Neue in diesen internationalen Vereinbarungen, die uns andieser Stelle vornehmlich angehen, ist ihr Inhalt: früher hatten dieinternationalen Abkommen im wesentlichen einen politischen Inhalt:sie dienten dazu, die Wirkungen des internationalen Antagonismus zuregeln (Führung der Kriege, Bündnisse zur Kriegführung, Friedens-schlüsse usw.). Seit etwa drei bis vier Jahrzehnten treten an die Stelleder politischen Abmachungen Verkehrsverträge, die das wirtschaftlicheund soziale Leben der Völker regeln sollen. Früher wurden die Ver-träge meist zwischen nur zwei Kontrahenten abgeschlossen, jetzt sindes universelle Verträge. Früher waren sie ungeregelt, heute in derRegel mit einer ständigen Verwaltung (internationale Bureaus!) ver-knüpft.

3. Es gab solche internationale Organisationen, die größtenteilsOpfer des Weltkrieges geworden sind, nach ihrem Gründungsjahre:

Gegründet

bis 1857 . 7

1850-1870 . 17

1870-1880 . 20

1880-1890 . 31

1890-1900 . 61

1900-1910 . 108

Für die kapitalistische Entwicklung kommen bis zum Ausbruchdes Weltkrieges vornehmlich folgende wichtigeren Konventionen inBetracht:

1856 Internationale Donaukommission;

1865 Internationale Union der Telegraphenverwaltungen nebstspäteren Abmachungen über drahtlose Telegraphie, Unter-seekabel u. dgl.;

Lateinische Münzunion;