Druckschrift 
3. Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus ; 1 (1927) Die Grundlagen - Der Aufbau
Entstehung
Seite
208
Einzelbild herunterladen
 

208

Erster Abschnitt: Das Kapital

3. Das DepositenwesenA. Die Banken

1. England (nach den Ziffern des „Economist“ ):

Bank von England:

1890 .. . 39,8 Mill. $

1900 . 43,8 „ „

1913.71,3 „ „

Andere Banken:

Zahl der Banken Betrag der Depositen Verhältnis

in Mill $

1890 . 104 368 100

1900 . 77 586 159

1912 . 44 772 210

2. Deutschland (nach den Ziffern des „Deutschen Ökonomist“):

Zahl der Banken Betrag der Depositen Verhältnisin Mill. Mk.

1890 . 92 1291 100

1900 . 118 2291 178

1912 . 156 9436 731

Die „fremden Gelder“, also Depositen, Kreditoren und Akzepte, beiden acht Berliner Großbanken betrugen in Millionen Mark:

1880

1890

1895

1900

1905

1910

1914

328.1

799.11235,8

1927.3

3670.45626,16336,6

Ein Vergleich der deutschen mit den englischen Ziffern ergibt die ver-hältnismäßig geringe Entwicklung der Depositen bis zum Ende des19. Jahrhunderts, der eine rasche Steigerung seit 1900 entspricht. Trotzdieser bleibt der Depositenbetrag der deutschen Banken auch 1912 noch er-heblich hinter dem der englischen zurück. Das ist aber kein Beweis, daßder Kreditverkehr in Deutschland, soweit er auf Depositeneinlagenberuht, noch nicht die Höhe des englischen erreicht habe, sondern hatin eigenartigen englischen Gewohnheiten seinen Grund. Vor allem darin,daß in England die Bank offenbar in weitem Umfange die Stelle vertritt,die bei uns die Sparkasse einnimmt. (Siehe die auffallend geringe Ent-wicklung des englischen Sparkassenwesens in der folgenden Übersicht!)

3. Frankreich: In den drei großen Depositenbanken war der Gesamt-betrag an fremden Geldern:

1872 ......... 427 Mill. Fr.

1880 . 953 „

1890 . 1245 „

1900 . 2300 „

1909 . 4363 „

Bei Kaufmann, Franz. Bankwesen. Tabelle VI.