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3. Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus ; 1 (1927) Die Grundlagen - Der Aufbau
Entstehung
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Siebzehntes Kapitel: Die Entfaltung der Produktion

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. Ebenso wie der künstliche Indigo den Anbau des Pflanzenindigos -ver-nichtet, zerstört die rote Alizarinfarbe die Krappkultur. Eine lehrreicheZusammenstellung zeigt die Zunahme der Teerfarbenerzeugung, das Sinkendes Preises für Alizarinfarben und damit gleichen Schrittes die Verringerungder Krappgewinnung. ;

.: Fabrikation von

Preis für.

i. ^Französische

Preis für

Jahr

Alizarin (20%ige

ikg t

Krappernte

100 kg

Paste) in Tonnen

in Franken

in Tonnen

in Franken

1870

20

34

15900

'• 76

1871

100

32

15850

80

1872

250

34

25000

73

1873

500

12

23150

55

1874

625

11

22000

49

1875

630

9.

21000

39

1876

2000

6

14750

27

1877

4000

4

7000

23

1878

4500

3

2500

15

1892

12500

2

—

—

G. F

Jaubei't, La garance et l’indigo, 55.

Zitiert bei A. Binz , a. a. O.,

2. Aufl., S. 107.

Zu beachten ist der viel höhere Nutzeffekt des künstlichen Stoffes:der Färbewert von 18 t Krappwurzel ist derselbe wie der von 11 20%igerAlizarinpaste.

Ein dritter Weg endlich zur sinnhaften Erfassung des uns hier be-schäftigenden .Tatbestandes ist der über die Konsumstatistik.

Wir wissen, daß Kohle und Eisen in erster Linie dazu bestimmtsind, als Heiz-, Hilfs- und Werkstoff das Holz zu ersetzen. Wie hat sichnun der Holzverbrauch im letzten Jahrhundert entwickelt?

Man verbrauchte in England (vgl. HSt 4 3 , S. 426):

Anfang des 19. Jahr-hunderts . 0,224 cbm auf den Kopf der Bevölkerung,

Mitte des 19. Jahr-hunderts . . ... 0,168 ,, „ „ ,, „ „

in der Gegenwart. . 0,336 ,, „ „ „ „ „

in Deutschland, einem noch etwas „organischeren“ Lande, 0,532 cbmauf den Kopf. Wahrscheinlich hat sich der Verbrauch auf den Kopfnicht wesentlich vergrößert; man verbraucht also in einem Lande wieDeutschland heute 2—3 mal so viel Holz wie vor 100 Jahren. Heutemachen die Forsten 17,8% der Gesamtfläche in Deutschland aus; dasAckerland 56,7%, die Wiesen 15,8%. Den heutigen Holzertrag derForsten zugrunde gelegt, würde also eine Verdoppelung der Holz-erzeugung schon ein Viertel des Acker- und Wiesenlandes beanspruchen.