Achtzehntes Kapitel
Die Mobilisierung der Güterwelt
I. Die Steigerung der Transportfähigkeit der Güter1. Übersicht
Als wir uns auf die theoretischen Möglichkeiten des' Transportwesensbesannen, stellten wir fest, daß die Beweglichkeit oder richtiger: Beweg-harkeit der Güter, das heißt ihre Eigenschaft, an einem anderen Ortals dem der Erzeugung verwandt werden zu können, von ihrer Transport-fähigkeit abhänge, und daß diese eine natürliche oder eine ökonomischesei. Es obliegt uns nun an dieser Stelle, wo wir die geschichtliche Ent-wicklung der Güterbewegung verfolgen, nachzuweisen, daß währendder hochkapitalistischen Epoche sowohl die natürliche wie die ökono-mische Transportfähigkeit der Güter eine Steigerung erfahren habe.Diese Steigerung ist bewirkt worden vor allem durch die Vervollkomm-nung der Technik auf dem Gebiete der Produktion und des Transports,der einer Vervollkom mnun g der Organisation entsprochen hat. Wirwerden, um die Zusammenhänge zu verstehen, uns vieler Einsichtenbedienen können, die wir bei der Betrachtung der modernen Technikschon gewonnen haben, müssen aber diese Einsichten in mancher Einzel-heit ergänzen und vor allem unser Augenwerk auf die Wirkung richten,die gewisse technische Erfindungen in der bedeuteten Richtung aus-geübt haben. Die organisatorischen Mittel lassen wir einstweilen un-berücksichtigt und begnügen uns mit der Feststellung der Erfolge, wieimmer in diesem Zusammenhänge.
2. Die Steigerung der natürlichen Transportfähigkeit
1. Unter natürlicher Transportfähigkeit eines Gutes verstehen wirdessen Eigenschaft, ohne an seiner Gebrauchsfähigkeit Schaden zuleiden, von einem Ort zum andern geschafft werden zu können. Undzwar ohne Rücksicht auf die Kosten, die die Ortsveränderung verursacht.Die natürliche Transportfähigkeit gründet also in der physikalisch-chemischen Beschaffenheit des Gegenstandes. Ein Pflasterstein hat eineimbegrenzte natürliche Transportfähigkeit, während die der Milch sehr