Fünfundzwanzigstes Kapitel: Die örtliche Anpassung
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kräfte. Die terra libera saugt sie auf. Das beißt: die Auswanderer bleibenentweder durch die Erwerbung eigenen Grund und Bodens vor demSturz in das kapitalistische Abhängigkeitsverhältnis bewahrt oderscheiden sogar — wenn sie aus Lohnarbeitern freie Siedler werden,was sicher in zahlreichen Fällen, namentlich bei ländlichen Arbeitern,zutrifft — aus dem kapitalistischen Nexus aus. Dort hegt für denkapitalistischen Unternehmer lediglich ein lucrum cessans, hier eindamnum immergens vor.
Wie sich die Aufsaugung der Einwanderer durch die Ansiedlungauf Neuland in der früheren Zeit vollzieht, können wir an dem Bei-spiel der Vereinigten Staaten von Amerika , für die eine so vorzügliche,weit zurückreichende Statistik vorhegt, ziffernmäßig verfolgen, wennwir die Zahl der Einwanderer der Zahl der neugeschaffenen Farmengegenüberstellen. Ich will annehmen, daß eine neubegründete Farmnur drei Einwanderer beansprucht, also drei Personen die Möglichkeiteines Daseins als freie Siedler schafft, und komme dann auf Grund einerBerechnung an der Hand der im Statistical Abstract US. mitgeteiltenZiffern zu folgendem Ergebnis:
J ahrzehnt
Zahl derEinwanderer
Zahl derFarmen amEnde desJahrzehnts
Zunahme derZahl derFarmenwährend desJahrzehnts
Von
1000 Ein-wanderernkonntenFarmerwerden
1820-1830
143 439
_
_
_
1831-1840
599125
—
—
—
1841-1850
1 713 251
1449 073
—
—
1851-1860
2511060
2 044077
595004
714
1861-1870
2 377 279
2 659 985
615 909
779
1871-1880
2 812191
4008 907
1348 922
1442
1881-1890
5 246 613
4564 641
555 734
316
1891-1900
3 687564
5 737 372
1172 731
926
Rechnen wir diese Jahrzehnte des alten Jahrhunderts ineinanderund ziehen den Durchschnitt (ein solches Verfahren wird, scheint mir,den wirklichen Vorgängen am ehesten gerecht), so ergibt sich, daß inder zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts 83,5 % der Auswanderer nochSiedler werden konnten, wenn wir die Farmerfamilie zu drei Personenveranschlagen.