Fünfundzwanzigstes Kapitel: Die örtliche Anpassung
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hunderts, wie wir feststellen konnten, sich eine wachsende Über-völkerung bemerkbar macht. Die amerikanische Einwanderungsstatistikbezeichnet nun jene als „alte“, diese als „neue“ Einwanderung.
Die Verlegung des Schwerpunktes aus der alten in die neue Einwande-rung ist aus folgenden Ziffern ersichtlich: es machte in den Jahren ihreshöchsten Standes (vor 1910) von der Gesamteinwanderung aus:
die alte Einwanderung die neue Einwanderung1882 .... 87,1% 12,9%
1907 .... 18,9% 81,1%.
Die Nationalitäten, die im letzten Jahrzehnt vor dem Kriege amstärksten an der Einwanderung beteiligt waren, sind Süditaliener (die dieamerikanische Statistik von den Norditalienern trennt: die Norditalienerselber bedienen sich gern des doppelsinnigen Wortes: „i sudici“, um ihreLandsleute von da unten zu bezeichnen), Juden und Polen.
Die Zahl ihrer Einwanderer betrug von 1899 bis 1914:
Vgl. Kaplun-Kogan a. a. O. S. 11.
Die Berufe, denen sich die Einwanderer zuwenden, sind nun ver-schieden, je nachdem es sich um alte oder neue Einwanderung handelt,wie aus folgender Übersicht hervorgeht, die Aufschluß gibt über dieBeschäftigung, die die Einwanderer in den Jahren 1899—1909 ergriffenhaben:
Beschäftigung
Alte Einwanderung
Neue Einwanderung
Zahl
Anteil
Zahl
Anteil
1. Geistige Berufe . . .
56406
2,5
17080
0,3
2. Gelernte Arbeiter . .
. 442754
19,5
441984
8,9
3. Ländliche Arbeiter .
138598
6,1
1142064
23,1
4. Landwirte.
40633
1,8
42605
0,9
5. Erdarbeiter.
. 402074
17,7
1814180
36,7
6. Dienstboten ....
424698
18,7
403784
8,2
7. Verschiedene Berufe.
90109
4,0
46324
0,9
8. Ohne Beruf ....
678510
29,8
1041049
21,0
9. Insgesamt .....
. 2273782
100,0
4949070
100,0
Die Tabelle läßt vor allem erkennen, was das Wichtigste ist, daßSiedler so gut wie gar nicht mehr ein wandern: Landwirte machten1,8 und 0,9 % der Gesamtheit aus. Von den geistigen Berufen und denDienstboten abgesehen (die Gruppe 8 umfaßt die Angehörigen, istalso unter Gruppe 1—7 zu vertielen), bestehen die Einwanderer nur