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3. Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus ; 1 (1927) Die Grundlagen - Der Aufbau
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Zweiter Abschnitt: Die Arbeitskräfte

Es standen im Alter von Jahren:

in: bis einschließlich 14 1560 über 60

Wien . 261 680 59

Graz . 201 700 99

Triest . 287 638 75

Prag . 224 700 76

Brünn. 247 685 68

Lemberg. 246 698 56

Krakau. 247 694 59

im Staatsdurchschnitt 342 588 70

Rauchberg, Zug nach der Stadt, 145.

Nach der Berufszählung (1907) gestaltete sich der Altersaufbau derBevölkerung in Deutschland wie folgt; von 100 Personen standen:im Alter von in den außerhalb der in der in der in Handel

Großstädten Großstädte Landwirtschaft Industrie u. Verkehr20-30 20,5 15,6 18,3 28,0 24,7

30-40 16,2 13,1 18,0 24,0 27,2

20-40 W W "löj527T lüpf

Stat. d. Deutschen Reiches 211, 22; Stat. Jahrb. 1915, 21.

(2.) Was die Wanderer antreibt, die Stadt als Wanderziel zn wählen,sind vor allem wirtschaftliche Vorteile, die sie sich versprechen:die Stadt ist der bessere Arbeitsmarkt, das ist es, was für die großeMasse sie so anziehend macht. Diese Erleichterung des Fortkommenswird durch folgende Umstände bewirkt:

,a) die im großen Ganzen stets wachsende Nachfrage nach gewerb-lichen Arbeitskräften in den Städten und Industriebezirken. Dieserwachsenden Nachfrage ist die Landwirtschaft nicht fähig, weil sie keinebeliebige Steigerung ihrer Produktion bei gleichbleibendem oder sogarerhöhtem Produktivitätsgrad vornehmen kann wie die Industrie;

b) die stets wachsende Nachfrage nach persönlichen oder ihnenverwandten Dienstleistungen namentlich in den Großstädten, die indem Maße stärker wird, wie diese immer mehr Reichtümer aufsaugenund zum Verzehr bringen;

c) die höhere Entlohnung für gleiche Arbeitsleistung in den Städten.Diese aber ist tatsächlich in vielen Fällen höher als auf dem Lande

aus verschiedenen Gründen:

a) weil die Landwirtschaft im allgemeinen dem Gesetz des fallendenErtrages untersteht, die europäische Landwirtschaft im besonderen aberin den letzten Menschenaltern unter dem Druck der überseeischenKonkurrenz zu leiden gehabt hat und deshalb angesichts der hohen