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Zweiter Abschnitt: Die Arbeitskräfte
Es standen im Alter von Jahren:
in: bis einschließlich 14 15—60 über 60
Brünn. 247 685 68
Lemberg. 246 698 56
Krakau. 247 694 59
im Staatsdurchschnitt 342 588 70
Rauchberg, Zug nach der Stadt, 145.
Nach der Berufszählung (1907) gestaltete sich der Altersaufbau derBevölkerung in Deutschland wie folgt; von 100 Personen standen:im Alter von in den außerhalb der in der in der in Handel
Großstädten Großstädte Landwirtschaft Industrie u. Verkehr20-30 20,5 15,6 18,3 28,0 24,7
30-40 16,2 13,1 18,0 24,0 27,2
20-40 W W "löj “527T lüpf
Stat. d. Deutschen Reiches 211, 22; Stat. Jahrb. 1915, 21.
(2.) Was die Wanderer antreibt, die Stadt als Wanderziel zn wählen,sind vor allem wirtschaftliche Vorteile, die sie sich versprechen:die Stadt ist der bessere Arbeitsmarkt, das ist es, was für die großeMasse sie so anziehend macht. Diese Erleichterung des Fortkommenswird durch folgende Umstände bewirkt:
,a) die im großen Ganzen stets wachsende Nachfrage nach gewerb-lichen Arbeitskräften in den Städten und Industriebezirken. Dieserwachsenden Nachfrage ist die Landwirtschaft nicht fähig, weil sie keinebeliebige Steigerung ihrer Produktion bei gleichbleibendem oder sogarerhöhtem Produktivitätsgrad vornehmen kann wie die Industrie;
b) die stets wachsende Nachfrage nach persönlichen oder ihnenverwandten Dienstleistungen namentlich in den Großstädten, die indem Maße stärker wird, wie diese immer mehr Reichtümer aufsaugenund zum Verzehr bringen;
c) die höhere Entlohnung für gleiche Arbeitsleistung in den Städten.Diese aber ist tatsächlich in vielen Fällen höher als auf dem Lande
aus verschiedenen Gründen:
a) weil die Landwirtschaft im allgemeinen dem Gesetz des fallendenErtrages untersteht, die europäische Landwirtschaft im besonderen aberin den letzten Menschenaltern unter dem Druck der überseeischenKonkurrenz zu leiden gehabt hat und deshalb angesichts der hohen