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Zweiter Abschnitt: Die Arbeitskräfte
1858 . 11,9% 1886 . 10,2%
1862 . 8,4 „ 1893 7,5 „
1868 . 7,9 „ 1904 6,0 „
1879 . 11,4 „ 1908 7,8 „
während in Aufschwungszeiten die Arbeitslosigkeit bis auf 0,9% zurück-geht. Ziffern bei Aftalion, Crises periodiques 1 (1913). 166.
Noch deutlicher tritt die Wirkung der Konjunktur in einzelnen, be-sonders anfälligen Industrien zutage; z. B. im Schiffbau. Hier betrug dieArbeitslosigkeit in England:
Auf schwungsj ahre Niedergangsj ahre
1872 . 1,0% 1879 . 9,5%
1882 . 0,7 „ 1885 22,2 „
1889 . 2,0 „ 1893 17,0 „
1899 . 2,1 „ 1904 14,0 „
1908 . 22,7 „
1. c. 2, 59.
In der Produktionsmittel herstellenden Industrie Schwedens war dieBewegung des Zu- (+) und Abstroms (—) der Arbeiter folgende:
1896-1900 . + 29,5%
1900-1902 . - 5,1 „
1902-1907 . + 12,9 „
1907-1909 . - 10,0 „
Bei Cassel, Theor. Soz.-Ök., 477.
1899 . 36,3 1907 . 45,2
1900 . 34,7 1908 . 43,5
Statistisches Jahrbuch.
3. Der Preis der Arbeit
1. Daß in zahlreichen Fällen während der verflossenen hochkapita-listischen Periode die Steigerung des Arbeitslohns durch Steigerung derLeistung des Arbeiters wettgemacht worden ist, kann nicht in Zweifelgezogen werden. Der Nachweis ist in vielen monographischen Behand-lungen einzelner Gewerbezweige erbracht worden.
Ein beliebtes Studienfeld für diese Art Untersuchungen hat von jeherdie Textilindustrie, insonderheit die Baumwollindustrie, abgegeben. Undsie eignet sich in der Tat in hervorragendem Maße, um den Nachweis einerSenkung des Arbeitspreises trotz zunehmenden Steigens des Preises derArbeitskraft zu erbringen, dank der namentlich in der Spinnerei stark ge-stiegenen Produktivität der Arbeit, dank der zweifellos gesteigerten In-