Dreiunddreißigstes Kapitel: Die Elemente der Betriebsbildung 537
eine Mindestgröße des Tätigkeitskomplexes gegeben sein, bei demdie Verwendung eines Mindestkapitals nnd die Erzielung eines Mindest-profits gewährleistet sind.
Die Kombination ist das Gegenstück zur Spezialisation.In dem hier gemeinten Sinne ist Kombination die Vereinigung mehrererfrüher selbständiger (oder anderwärts selbständiger) Betriebe ver-schiedenen Inhalts zu einem Betriebe: das Werk desselbenrational-kapitalistischen Geistes, der auch die Spezialisation aus sichheraustreibt. Diese wird beim Vorgang der Kombination vorausgesetzt,durch ihn ergänzt und weitergebildet.
Wir unterscheiden
(1) Funktionenvereinigung;
(2) Werkvereinigung in der Form der Angliederung: wenn ein un-wichtiger „Neben“-Betrieb mit einem wichtigen ,,Haupt“-Betriebeverbunden wird; eine Böttcherei mit einer Brauerei; eine Druckereimit einer Schokoladenfabrik;
(3) Werkvereinigung in der Form der Zusammengliederung: wemizwei oder mehrere gleich wichtige Betriebe vereinigt werden; Hoch-ofen — Stahlwerk; Spinnerei — Weberei.
Die Kombination in dieser Form der Zusammengliederung ist:
a) horizontal, wenn Produktionszweige verbunden werden: zweiDetailhandelszweige, zwei Walzwerke mit verschiedenen Walzenstraßen;
b) vertikal aufwärts, wenn eine niedere Produktionsstufe sich miteiner höheren zusammengliedert: Bergwerk — Hochofen;
c) vertikal abwärts im bezugsweise umgekehrten Falle.
Ein anderes Schema legt der Bearbeiter des amerikanischen Zensusseiner wertvollen Darstellung der Betriebskombination zugrunde, das Be-achtung verdient.
1. Vereinigung divergenter Produktionsprozesse:
a) Erzeugung verschiedener Produkte (joint products), das heißt:Produkte aus demselben Rohstoff:
/ FleischkonservenRindvieh —kondensierte Milch"
\ Butter
b) Erzeugung von Nebenprodukten:
Baumwollsamen (Baumwollsamenöl, Baumwollsamenkuchen);
c) Erzeugung von Produkten verschiedener Substanz mit gleichemVerfahren:
Spinnerei
/ Wolle\ Baumwolle.