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3. Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus ; 2 (1927) Der Hergang der hochkapitalistischen Wirtschaft : die gesamtwirtschaft ; mit mehreren Namen u. Sachregistern ...
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552 Zweiter Abschnitt: Die Bewegungsformen des wirtschaftlichen Prozesses

Die besondere Literatur über Reklame, ist in den 25 Jahren, die ver-gangen sind, seitdem ich diese Erscheinung dem nationalökonomisch-sozio-logischen Denken einzufügen versucht habe, ins Unübersehbare ange-wachsen. Die damals im Entstehen begriffeneReklameWissenschaft hatsich zu einer allgemeinenWerbewissenschaft ausgewachsen und bean-sprucht heute Fachleute zu ihrer Beherrschung. Es muß genügen, wennich auf einige hervorragende, zusammenfassende Darstellungen des Pro-blems hinweise.

Das Richtwerk ist V. Mataja, Die Reklame. 4. Auflage 1927.

Andere wissenschaftliche Werke der neuen Zeit aus der deutschenLiteratur sind: Gerh. Schultze-Pfaelzer, Propaganda, Agitation, Re-klame, 1923; Ludw. König, Psychologie der Reklame, 1924 (aus demMarbe-Institut); Kurt Th. Friedländer, Der Weg zum Käufer. EineTheorie der praktischen Reklame. 2., verbesserte Auflage. 1926.

Mehr dem Bedürfnis der Praktiker dient dasHandbuch der Reklame,

2 Bände, 1925. I. Handbuch, II. Adreßbuch.

Schon früh und mit besonderer Vorliebe hat sich die Wissenschaft mitdem Problem der Reklame in den Vereinigten Staaten beschäftigt. BereitsTh. Veblen widmet ihr in seiner Theory of Business enterprise (1905)einen Abschnitt (S. 55ff.) und führt weitere Literatur an. Aus der neuerenLiteratur erwähne ich Harry Tipper and others, Advertising its principlesandpractice, 2. ed., 1921; Edw. L. Bernays , Crystallizing public opinion,1923, wo auch die ökonomische und psychologische Seite der Reklamebehandelt wird, während das Werk von Otto Kleppner, Advertisingprocedure (1925) nur die Technik des Anzeigenwesens umfaßt.

Das Thema der Reklame bildete den Verhandlungsgegenstand der37. Jahresversammlung der American Economic Association ( 1924). Diesehr interessanten Referate und Aussprachen sind mitgeteilt in dem Supple-ment des Vol. XVI der American Economic Review. March 1925. Vgl. dieunter 1. genannte Veröffentlichung des National Industrial Conference Board.

Aus der neueren französischen Literatur ragt hervor: G. Albuchez,La publicite commerciale et son role economique, 1923.

Ältere Literatur siehe in dem genannten Buch von V. M a t a j a undin seinem ArtikelReklame im HSt. 6 4 sowie bei J. J. Kaindl, Biblio-graphie der deutschen Reklame-, Plakat- und Zeitungsliteratur, 1918.

3. Gewaltkonkurrenz:

Hier kommt vor allem das umfangreiche Schrifttum in Frage, das sichmit den großen amerikanischen Gesellschaften und Konzernen beschäftigt.Die beste Quelle sind die amtlichen Enqueten: Report of the IndustrialCommission, 19 Vol., 19001902 und Report of the Commissioner ofCorporations , 19051913. Dazu vgl. Th. W. Lawson, Frenzied Finance, inEvery BodysMagazin, 1904; W. J. Ghent, Mass and Class, 1904; Ch. VII:The Reign of Graft; C. Mencke, Die Geschäftsmethode der StandardOil Company, 1908; Th. Duimchen, Monarchen und Mammonarchen,1908; Gustavus Myers , History of the Great American Fortunes,

3 Vol., 1911 (siehe die Bemerkung auf Seite 4); Th. Vogelstein, Diefinanzielle Organisation der kapitalistischen Industrie usw. im GdS. Abt. VI.,