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3. Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus ; 2 (1927) Der Hergang der hochkapitalistischen Wirtschaft : die gesamtwirtschaft ; mit mehreren Namen u. Sachregistern ...
Entstehung
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642
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(542 Dritter Abschnitt: Die Gestaltung d. wirtschaftl. Prozesses i. d. Geschichte

Das hat sich

erst während des Krieges

geändert. Ausländische An-

leihen wurden aufgelegt (wie oben):

in England

in den Vereinigten Staaten

1920 .

. 40

464

1921 .

.111

396

1922 .

.276

652

Nach dem Monatsbulletin (Februar 1923) der Guaranty Trust Company:Ei. Strasser, Deutsche Banken im Auslande. 2. Auflage. 1925. Seite 34.Vgl. auch die sachkundigen Ausführungen daselbst auf Seite 32.

Neben jenenWeltmärkten für Geld- und Kapitalbeschaffunghaben sich dann für die einzelnen Länder Zentralmärkte in denHauptstädten (und wie in Deutschland in den größeren Provinz-städten) herausgebildet.

2. Der Arbeitsmarkt

Die Marktbildung für die Beschaffung der Arbeitskraft ist nochheute in den Anfängen steckengeblieben. Dank der eigentümlichenNatur derWare Arbeitskraft ist noch heute der isolierte Vertrags-abschluß (wenn auch zwischen den Organisationen der Arbeitgeberund Arbeitnehmer) die Begeh Darüber hinaus hat sich ein Arbeits-markt fürungelernte undangelernte Arbeiter in den Großstädtenund vielleicht ein Arbeitsmarkt innerhalb eines Gewerbes über einganzes Land hin (Baugewerbe!) entwickelt. Wir werden besonderenEigenarten des Arbeitsmarktes noch bei der Besprechung des Arbeits-nachweises und der gewerkschaftlichen Arbeiterorganisation gerechtzu werden haben.

3. Der Warenmarkt

Die einzige Gelegenheit der Marktbildung war ehedem der lokaleMarkt oder die Messe, wo Käufer und Verkäufer zusammenkamenund durch persönliche Fühlungnahme einen Ausgleich herbeiführten.

Im Laufe der kapitalistischen Entwicklung hat sich der Groß-handel Märkte geschaffen, die unabhängig von der persönlichenZusammenkunft sind. Er hat es getan durch die Begrenzung auf einenArtikel meist vertretbarer Natur (s. u. S. 662 f,), für den er dann einenAusgleich über ein ganzes Land, wenn möglich die Erde, schafft. Soentstehen abstrakteWeltmärkte für die großen Handelsartikel,wie Baumwolle, Eisen, Kaffee, deren Zahl sich immer weiter vermehrt.

Neben diesen abstrakten Weltmärkten entwickeln sich dann,ganz ähnlich, wie wir es bei den Geld- und Kapitalmärkten beobachtenkonnten, einzelne Handelsplätze zu konkreten Weltmärkten in