840 Dritter Abschnitt: Die Gestaltung d. wirtschaftl. Prozesses i. d. Geschichte
Nach den Veröffentlichungen des Vereins Deutscher Hüttenleute(mitgeteilt in: Konzerne der Metallindustrie, 16) war der Stand am 1. Ja-nuar 1921 folgender:
Die Montanindustrie wird von 12 „Konzernen“ beherrscht; diesehaben im Besitz:
53% der Hochöfen,
60,7% ihres Fassungsraumes,
62,4% des Gesamtfassungsraumes der Stahlwerke.
In Rheinland-Westfalen betragen die Prozentzahlen: 89, 94, 82,5.
Der größte Konzern (Siemens-Rhein-Elbe-Schuckert-Union) hatte(1920) 27 Hochöfen von insgesamt 272 mit einem Fassungsraum von13130 cbm von insgesamt 109870 in ganz Deutschland .
Im Jahre 1926 ist dann der große „Stahltrust“ zustande gekommenmit einem Aktienkapital von 800 Milk Mk., das durch den Zusammen-schluß folgender Gesellschaften gebildet ist:
A.-K. Aufsichtsräte Direktoren
Phönix. 300 Mill. 34 8
Gelsenkirchen.138,1 „ 33 26
Rheinstahl.160 „ 25 11
Dt.-Lux. 97 „ 35 16
Siemens & Halske . 97,5 ,, 11 13
van der Zypen. 22,2 „ 21 4
Die Maschinenindustrie, die nach der Montanindustrie am weitestenim Konzentrationsprozeß fortgeschrittene Industrie, weist doch nur 70%Großbetriebler auf.
Eine vollendete Konzentration unter Zurückdrängung des Mittel- undKleinbetriebes auf unbedeutende Reste weisen nur einige wenige Zweigeder Maschinenindustrie auf, wie dieFabrikation von Dampfmaschinen,
Dampfturbinen, Lokomotiven, Loko-mobilen .mit 96,8% Großbetrieblern,
Fabrikation von Nähmaschinen .... „ 92,5% ,,
Mehr als 80% ihrer Gewerbetätigen waren im Großbetriebe beschäftigt
in folgenden Gewerbearten:
Verfertigung von eisernen Baukonstruktionen. . . 84,0%
Fabrikation von Automobilen.84,6 %
Fabrikation von Buckdruckereimaschinen .... 82,8%
Die in diesen Gewerbearten beschäftigten Personen beziffern sich(1907) auf 176444 gegenüber 1120282 in der Maschinenindustrie (GruppeVI)überhaupt tätigen Personen.
Als eine ganz besonders stark konzentrierte Industrie gilt im Volks-munde die Elektrizitätsindustrie (Klasse VIK der Gewerbestatistik).Wie steht es mit ihr 1