Aus der .Berlinischen Zeitung vom I. 1761. 141
ist es nicht in der That lächerlich den Adam an der Spitze aller Wis-senschaften, aller Künste und aller Handwerker zu scheu? Der andreist voller Verwirrung und Ungewißheit. Locman», Zoroastcr, Hermes,Orpheus , die Sibyllen, lauter Personen die in diesen Zeitpunkt gehö-ren, und von welchen man uns tanscudcrlcy erzählet, wovon sich dieHclftc widerspricht und die Hclfte von neuern Schriftstellern ohne An-sehen erdichtet ist. Weh nahe sollte es also eine unnöthigc Bemühungscheinen mit der Historie der Gclahrhcit so weit hinaus zu gehen, undvielleicht wurde, der sich nicht bey Ungewißheiten aushallen wolle, daanfangen, wo der Herr Toctcr vor dicscSmal aufhört. Das einzigewobey sich in diesen Perioden ein Vcrfcrtigcr der gelehrten Historienoch aufhalten könnte, waren die untergeschobenen Bücher. Man weißwie viel wunderliche Schriften die Gnostiker, die Manichäcr, die (5bio-niten und andre dem Adam, dem Scth, dem Jacob :c. angedichtet haben,um ihren schwärmerischen Lehrsätzen Vorgänger und Vertheidiger zu ver-schaffen. Diese Schriften nun den Lesern näher bekannt zu machen, die sieverrathenden Stellen daraus anzuführen, ihre Verfasser aufzusuchen, ihreAbsichten zu entwickeln würde zwar nicht die leichteste aber doch einevielen Lesern sehr angenehme Arbeit seyn; eine Arbeit übrigens dieder Historie der Gclahrhcit wesentlich zukommt. Gleichwohl aber wirdman sie in diesem Werke vergebens suchen, ob es schon voller AnS-schwciffnngcn ist, die man schwerlich vermissen würde. Sollte es übri-gens dem Herr» Verfasser in den folgenden Theilen gefallen die Quellen,woraus er geschöpft, fleißiger und genauer anzuführen, so wird er,wenigstens nach unserer Einsicht, der Vollkommenheit eines brauchba-re» Handbuchs um ein vieles näher kommen. Wir müssen noch erin-nern, daß er dieses Werk der hiesigen Äönigl. Akademie der Wissen-schaften zugeeignet hat. Und beynahe möchte man ans dieser Zuschriftauf die Vermuthung kommen, daß er in der Autcdiluvianischeu gelehr-ten Historie sich besser uiiigcschcu habe als iu der neuen. Mau darfnur den Titel ansehen, der zwar zwcymal, bcydcmahl aber falsch ge-druckt ist. Ist zu haben in den Voßischen Buchhandlungen hier undin Potsdam für 20 Gr.
(6. März.) Frankfurt und Leipzig . Die weiberstipendicn/oder die wohlfeile Miethe der Studenten- Ein Lustspiel infünf Auszügen. Franr'f- und Leipz- 1751. in 8t- Bogen-Desgleichen: Der Faule und die Vormünder, ein Lustspiel in