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Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1751. 161
men getragen von Friedr. Eberl). Rambach/ Past. zum Heil-Geist in Magdeburg. Leipzig und Grcifswalde. 1750. in 8r.1 ?llph. 16 Bogen. Dieses ist der Anfang einer Sammlung vonSchriften, deren Beschaffenheit genugsam auf dem Tittcl ausgedrücktist. In der Vorrede bestimmt der Herr Pastor Rainbach ihren Zweckaber noch naher, und sagt, daß cS Abhandlungen seyn solle», welchevermögend sind, den mit Vorurtheilcu, Unwissenheit und Zweifel» ver-hinderte» menschliche» Verstmid zu unterweisen und ihm ei» Ächt vor-zuhalten, nach welchem er sich in schweren Fällen, auch wohl im Standeempfindlicher Anfechtungen richten kann; Abhandlungen, die uns zei-gen, wie heilig, gerecht und gut die Forderungen und Vorschriften des(Mängeln Jesu Christi sind; Abhandlungen, die gewisse besondre Ver-hcissnngcn de§ Evangelii betreffen, die Kraft, das Leben und den gött-lichen Nachdruck derselben vor Auge» legen, sonderlich aber sollen essolche Abhandlungen seyn, die auf den wichtige» Punct der geistlichenSittcnlchre, ncmlich auf den Unterscheid der Natur und Gnade, ge-richtet sind. Alle diese Eigenschaften wird der Leser an denjenigenStücken finden, die in diesem erste» Theile befindlich sind. Es sindnamentlich folgende: 1) John FlavclS, ehemaligen Predigers' zu Dort-month in England , Betrachtungen über die menschliche Furcht. DasLeben dieses Mannes, welches für eine gewisse Art Leser sehr erbaulichseyn wird, macht den größten Theil der Vorrede aus. 2) TillotsonsBetrachtung über die gerechte Forderung Jesu: Gott mehr zu fürch-ten, als die Menschen. Wilhelm Saldcni, weiland berühmten Prc-digcrS i» Dclft, Prüfung menschlicher Urtheile, aus dem Holländischenübersetzt. Es ist ein Glück, daß noch hier und da ein Gottcsgclchrlcrauf das vractische des Christenthums gedenkt, zu einer Zeit, da sichdie allermeisten in unfruchtbaren Streitigkeiten verlieren; bald eine»einfältigen Hcrrnhntcr verdammen; bald einem noch cinfältigcrn RcligionSspöttcr durch ihre sogenannte Widerlegungen, neuen Stof zumSpotten geben; bald über nnmöglichc Vercinignugen sich zanke», ehe siedc» Grund dazu durch die Reinigung der Herzen von Bitterkeit, Zank-sucht. Vcrläumdung, Unterdrückung, nnd durch die Ausbreitung derje-nige» Liebe, welche allein das wesentliche Kennzeichen eines Christe»ausmacht, gelegt haben. Eine einzige Religion zusammen sticken, eheman bedacht ist, die Menschen zur cinmüthigcn Ausübung ihrer Pstichten zu bringen, ist ein leerer Einfall. Macht ma» zwei? böse Hunde