Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
176
Einzelbild herunterladen
 

I7l> Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1761.

kurzen tÄ,t/!,i «/« Mn/iomet, in zwey Theilen in 12. wovon dererste 204 Seiten und der zweyte 247 Seiten stark ist. Der Tittclkündigt einen Roman an, auch ohne unser Erinnern. Er enthält dieAbcnthcncr eines Franzosen, welcher sehr jung aus seinem Valerlaudcnach Constantinopel floh, aus llucrfahrcnheit Sklave ward, und in sei-ner Sklavcrey gemeiniglich seinen Frauen redlicher als seinen Herrendiente. Sein gutes Glück verHals ihm zn manchen tausend Schlägen,unter welchen jeder andre, als ein Ronianciihcld, wurde haben erliegenmüssen. Doch was sind diese und alle die Lebensgefahren, in welchener gewesen ist, gegen die Ehre in die Schwägcrschaft des Mahomctsgekommen zu seyn? Aus dieser muß man den Tittcl erklären. Ohnezu uutcrsuchcn, ob die Tugend dieses Werk, ohne zu crröthcn, lesenkönne, müssen wir gestehen, daß der Verfasser eine besondre Eeschick-lichkcit besitzt von allen Sachen die lächerliche Seite zu entdecken, undseinen Gedanken durch einen kurzen und sinnreichen Ausdruck den ge-hörigen Schwung zu geben. Die beygefügten Noten können diesenRoman sogar einigermassen nützlich machen, weil man darinne hänffigeErklärungen vcrschicdncr türkischen Gebräuche findet, welche allerdingsaus eigner Erfahrung aufgesetzt zu seyn scheine». Der Franzose leuch-tet überall hervor, und wer weiß ob alle von seiner Nation, welchejemals in türkschcr Gefangenschaft gewesen sind, so viel Euustbczcu-guugcn von mahomctanischcn Schönen erkalten haben, als er auf sciueeigne Rechnung schreibet. Wenn ein frommer Muselmann ihn lesensollte, er würde auf allen Seiten anSruffcn müssen: welche Gottesläste-rungen! Und diese Gotteslästerungen sind es gleichwohl, welche man-chen ehrlichen Christen ergötzen werden. Kostet in den Noßischen Buch-lädcn hier und in Potsdam 20 Gr.

(12. Aug.) Hamburg. Horaz . Bey Johann Carl Bohn.1761. in groß 4t. auf 2 Bogen- Dieses Gedichte beschreibt dieAnmuth des Landlebens und den Horaz als den würdigsten Ecnicsscrdesselben. Deutschland kennt ihn ungenannt, ihneui licsuicittm jialer

Vocom vum cilluu'a «leckil - - -<>»i »erl^ie ein!» lelluiline llvvil nmorom,

- - elalioraluni i»ck peclom.Nach dem Beyspiel des Horaz rührt er nicht immer entzückende Sai-ten, und tönet Lieder darin, welche jene mens äivmioi' belebt. Die-