II. Die Ausweitung des Heereskörpers
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faltung des preußischen Heerwesens hat. Die folgenden An-gaben sind aus den verschiedensten Quellen, die ich einzelnangebe, zusammen getragen.
Wir sahen, daß Heinrich VIII. , wenn auch nicht als derBegründer, so doch als der erste große Förderer der eng-lischen Flotte angesehen werden kann. Gerade sein Vaterhatte sich wenig um das Seekriegswesen gekümmert. WoKriegsschiffe nötig waren, hatte er sich mit gechartertenKauffahrern begnügt. Heinrich VIII. begann sofort mit demBau einer neuen Königsflotte. Im Jahre 1514 hat er schon24 Schiffe im Dienst mit 8460 t Tragfähigkeit, 26 Kapitänen,3500 Soldaten, 24 Bootsleuten (masters) und 2880 Seeleuten 60 .Während seiner Regierung werden 85 Kriegsschiffe angeschafft:46 gebaut, 26 gekauft und 13 gekapert 61 . Am Ende seinerRegierung waren 71 Fahrzeuge vorhanden, davon 30 Last-schiffe, mit zusammen 10550 t Raumgehalt 62 . Eduard VI.hat im fünften und sechsten Jahr 53 Schiffe mit 11065 t und7995 Mann Besatzung 62 .
Nun sinkt der Schiffsbestand etwas bis zum Regierungs-antritt der Elisabeth: Mary hat 46 Schiffe; Elisabeth findet32 Schiffe mit 7110 t und 5610 Mann vor 62 ; 1573 soll nacheinem, wie man glauben müßte, sachkundigen Berichterstatterdie Zahl der Königsschiffe auf 13 gesunken sein 68 .
Dann aber beginnt eine Periode fieberhafter Rüstungen,deren Frucht dann der Sieg des Jahres 1588 über die Feli-cisima Armada ist. Wir sind sehr genau auch über die Zu-sammensetzung der englischen Flotte in dieser denkwürdigenSchlacht unterrichtet. Wir sehen, daß damals noch immererst der kleinere Teil der Schiffe und der Streiter der Staats-marine angehörten, daß vielmehr die meisten Schiffe undMannschaften Soldtruppen waren. Es ist von Interesse, dieListe der Schiffe, die die siegreiche Flotte zusammensetzten,hier mitzuteilen 64 .