18 Die gewerbliche Arbeit u. ihre Organisation.
Tempo derMaschineucntwicklung einschen: die Verfeinerung,wie unmcullich die Ausweitung der Dimensionen ist erstmöglich bei maschinellem Maschinenban. Das entscheidendeMoment aber war, daß Parallel mit diesen bedeutsamenFortschritten der Arbeitsmaschinerie die Nutzbarmachung der-jenigen Naturkraft sich vollzog, die an Mächtigkeit uud Be-weglichkeit alle früher genutzten Kräfte um ein Vielfachesübertraf: des Dampfes. Auch dem „König Dampf" mußeine gerechte, kritische Würdigung der technischen Errungen-schaften unserer Zeit wieder zu seiner alten Würde verhelfen,die ihm eine Reihe von Historikern, in berechtigter Reaktiongegen die ursprünglich kritiklose Alleinbctonung der Bedeu-tung der Dampfmaschine und in ebenso berechtigter Hervor-kehrnng des Einflusses der Arbeitsmaschine auf den Ent-wicklungsgang der modernen Industrie, streitig zu machenbemüht gewesen sind. Beide Seiten in der Entwicklung derMaschinerie — Arbeits- und Kraftmaschine — müssen ebenstets als sich gegenseitig bedingend angeschen werden. Ge-wiß hätte die gezügelte Dampfkraft gar keine vernünftigeVerwendung gefunden, wäre nicht eine entsprechende Ent-wicklung der Arbeitsmaschinerie vorausgegangen. Anderer-seits aber muß man sagen, würde die Weiterentwicklungder letzteren außerordentlich viel langsamer von statten ge-gangen sein, ohne die in der Erfindung der Dampfmaschineerschlossene neue Kraftquelle.
HI. Die Prinzipien der moderne» Technik im besonderen.
Das erste Priuzip, auf welchem die moderne Technikaufgebaut ist, ist formaler Natur: es beruht in der An-wendung der Naturwissenschaften auf die Technik und diedadurch bewirkte Umwandlung des empirischen in das wissen-ichaftliche oder rationelle Verfahren. Alle frühere Technik,