Druckschrift 
1 (1904)
Entstehung
Seite
31
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Die Organisation der gcwcrbl. Arbeit in den Betrieben. 31

Arbeit stattfinden kann, mögen nun diese Bedingungen vonNatur gegeben sein, wie die Erde als Standort, die Lnftals Atmosphäre, die Kräfte: oder erst vom Menschen in derihm dienlichen Form hergestellt werden, wie Arbeitsgebäude,Wege, Kanäle. Der Arbeitsgegcnstand ist dasjenige Ding,an dem sich die menschliche Arbeit betätigt. Auch er wirdentweder in der Natur fertig vorgefunden wie das Erzoder die Kohle oder der Feuerstein, den der Mensch zuerstergriff, um sich ciu Werkzeug daraus zu fertigen; oder aberer ist selbst schon nnd das der Regel nach Arbeitsprodukt.Ju diesem Falle nennen wir den Arbcitsgcgcnstand Roh-material. Das Rohmaterial kann ein genußreifes Gebrauchs-gnt sein, wie die Traube als Rohmaterial der Weinbereitung,die Kohle, das Salz, das Öl und dgl. als sogenannte Hilfs-stoffe der Produktion. Oder aber sich in einer Form befinden,in der es nur als Rohmaterial weiterer Verarbeitung dienenkann, in diesem Falle heißt es Halb- oder (nach Marx)Stufenfabrikat, wie Roheisen, Holzfaser, Baumwollgarn.Das Arbeitsmittel kennen wir schon. Wir definierten esals ein Ding oder einen Komplex von Dingen, die derArbeiter zwischen sich und den Arbeitsgegcnstand schiebt,um sie als Machtmittel auf andere Dinge seinem Zweckegemäß wirken zu lassen. Genauer können wir dann aktiveund passive Arbeitsmittel unterscheiden. Marx bezeichnetdie ersteren alsdie mechanischen Arbeitsmittel, deren Ge-samtheit man das Knochen- lind Mnskelsystcm der Produk-tion nennen kann"; es sind Werkzeuge und Maschinen, dietätig unter der Leitung des Menschen in die neu zu formendeMaterie eingreifen, während die andere Kategorie der Ar-beitsmittel die mehr passive Rolle in der Produktion spielt,als Behälter für Stoffe und Kräfte zu dieuen, es sind diesdie Kessel, Röhren, Bottiche, Fässer, Körbe, Krüge usw., jeneArbeitsmittel,deren Gesamtheit ganz allgemein als das