Zehntes Kapitel.
Die Geologie auf dem Wege von L.V.Buchzu Ch. Lyell.
In unserem ersten und vierten Abschnitte war die Geschichteder Geologie bereits gestreift worden. Wir Nüssen, daß bis in dieersten Jahrzehnte des neuen Jahrhunderts die Freiberger Schnleunter ihrem Meister Werner die Oberhand hatte, und zwar nichtallein in Deutschland, sondern anch im übrigen Europa . Diewirklichen Geologen jener Zeit waren fast durchweg für den prak-tischen Bergban herangebildet worden, und die unscheinbare sächsischeStadt wurde das Ziel sehr zahlreicher Ausländer, welche hier dasZeugnis erwerben wollten, das ihnen den Zugang zu Stellungenim Berg- und Hüttenfache eröffnen sollte. Wie ungemein schweres diesen Männern wurde, sich dem Gedankenkreise, in den WernersKollegien einführten, wieder zu entwinden, das wird Wahrhastdrastisch belegt durch das Beispiel seiner beiden hervorragendstenSchüler, A. v. Humboldts und L. v. Buchs.
Dem ersten der beiden ist ein eigener Abschnitt gewidmetworden, weil er für die gesamte Naturwissenschaft in der erstenHälfte des Jahrhunderts eine geradezu beherrschende Stellung ein-nimmt; dem zweitgenanuten wird eine solche Stellung wenigstensfür diesen Abschnitt eingeräumt werden müssen, und wenn wirseinen Namen auch in dem Titelworte nannten, so thaten wir diesmit der Absicht, grundsätzlich uns der Zeit nach ans die Jahresfolgezu beschränken, welche durch deu Stempel seines Geistes überhauptgekennzeichnet ist. Christian Leopold v. Buch (26. April 1774