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Geschichte der anorganischen Naturwissenschaften im neunzehnten Jahrhundert / von Siegmund Günther
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XV, Die mechanischen Disziplinen in der nenesten Zeit.

erfüllen sehr gut den Zweck, dem schon einigermaßen Unterrichtetendie Durchsicht des Labyrinthes der neueren ForschuugSresultate zuerleichtern. In Frankreich hat das ebenfalls den Handbüchern zu-zurechnende Werk von I. L. G. Violle (geb. 1841) berechtigtenAnklang gefunden, und es ist dieserOours äs xl^si^us" (Paris 1883) auch von jüngeren Physikern deutsch herausgegeben worden.Eine nur einigermaßen genügende Auslese selbst nur der kleinere»deutschen Kompendien geben zu wollen, wäre ein vergebliches Unter-fangen. An der Grenzscheide der beiden Gattungen von Unter-richtswerken steht das Lehrbuch von W. Eisenlohr (17991872),dessen elfte Ausgabe 1876 P. v. Zech veranstaltete; kleineren Um-fanges und von den deutschen Studierenden meist gebraucht sinddie Leitfaden von W. Krnmme (1833-1899) (Berlin 1869 u.ff.),K. F. A. Koppe (18031874) (19. Auflage, Essen 1893), Beetz(II. Auflage, Leipzig 1893), Warburg (Freiburg i. B. 1893),Mach (Leipzig 1894) und vor allem von Lommel (München 1893; sechste Auftage, besorgt von W. Koenig, ebenda 1900).An schneller Verbreitung kann wohl kaum ein anderes Lehrbuchmit dem zuletzt genannten sich messen, welches in schwer nach-ahmlicher Weise Vollständigkeit, Exaktheit und Gemeinverständ-lichkeit in sich verewigt. Als Ergänzung verdient die uuter derOberleitung von W. Krebs (geb. 1833) von einer Genossenschaftvon Fachmännern bearbeitetePhysik im Dienste der Wissenschaft,der Kunst und des täglichen Lebens" (Stuttgart 1884) Erwähnung.Die mathematische Seite der Physik behandeln in musterhaft klarenEinzeldarstellnngen die Kvnigsberger Vorlesuugeu F. Neumanns,von seineu Schülern Wangerin, Dorn, K. Pape (geb. 1836) n. a.bandweise Publiziert; daneben sind G.KirchhoffsVorlesuugeu übermathematische Physik" (Leipzig 18831891) und ChristiansensElemente der theoretischen Physik" (Leipzig 1894) besonderer Er-wähnung würdig. Uugemein vielseitig gesorgt ist sür die Bedürs-uisse des in die schwierige Kunst des Experimentierens einzuführendenAnfängers. England besitzt ein ausgezeichnetes Werk dieser Art,dessen Verfasser R. T. Glazebrook (geb. 1854) und W. N. Shaw(geb. 1854) sind, und welches durch J.C.Schloessers Verdeutschung(Leipzig 1888) auch bei unsEiugang gesunden hat. In unserer eigenen