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gewährt einen tieferen Einblick in die Natur des heutigenWirtschaftslebens, als alle Lehrbücher der gesamten histori-schen Schule der Nationalökonomie, die sich auf ihreu au-geblichen, in Wahrheit nur um so mehr doktrinären, Realis-mus so viel zugute thut. Warum haben alle über dennächsten Preisgang dieses Artikels angestellten Berechnungenihren Dienst versagt? Wie verhielt es sich doch damit, daßdie Preise nicht steigen wollten, obgleich in Ceylon nur nochein Viertel der früher in gleicher Epoche vorhandenen Rinden-menge existieren sollte, und daß trotz guter Aussichten dieNeupflanzung vou Chinchouabäumen ganz unterblieb?Wuchs die Ausfuhr, nur weil die Plautageubesitzer beson-deren Geldbedarf hatten, eben deshalb aber auch zur An-pflanzung von Thee schritten, nnd ist es richtig, daß nuneinerseits diese Theestauden uuter deu Chiuchonnbänmennicht gediehen, andererseits aber auch das Wachstum dieserBäume durch die Stauden beeinträchtigt ward? Hat esseine Nichtigkeit, daß in Java eine rasche uud bedeutendeZunahme des Rindenertrages zn gewärtigen war und diePflanzer von Ceylon deswegen sich eilen mußten, ihre Vor-räte abzugeben? Daß die Vermutung aus der großenMenge der vorgebrachten Wurzelrinden nahe gelegt war?Der Bericht antwortet auf alle diese Fragen, daß es nichtmöglich sei, die Genauigkeit dieser Angaben zu prüseu uudsich ein Urteil darnach zn bilden. Aber wir erfahren bei-läufig uvch, daß nicht bloß die Einwirkung vou Ceylonuud Java, sondern noch Umgestaltungen in Bolivia, inKolumbien, in Ostindien, in Jamaica , in den portugiesischenBesitzungen von Afrika, auch iu Guayaquil, Puerto-Cabello und Maracaibo ihren Einfluß ausübten. Alle diese Orteund ihre Erzeugnisse vibrieren durch deu Telegraphendrahttäglich zusammen, uud der neueste Preisstand ist das je-weilige Gesamtresnltat ans den Kombinationen aller dieser