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man eigens zu diesem Zwecke anlegen und mit Festungs-werken schützen mußte.
Nachdem darauf eine endlose Reihe von neuen gesetz-geberischen Prozeduren gescheitert, nachdem alle Anschlägeauf das Einfangen der europäischen Staaten für amerika-nische Interessen mißlungen waren, kamen die Silberleutezu der Erkenntnis, daß die fortgesetzten Einkäufe auf Grundder Blandbill ihnen nicht helfen würden, und daß es nurEins für sie gäbe: die freie Silberprägung ohne Maß.Wenn jede zur Münze gebrachte Silberbarre von Staats-wegen in Dollars umgeprägt werden, und jeder solcherDollar bei Zahlungen zu einem vorgeschriebenen Wert, deretwa dreiunddreißig Prozent seinen dermaligen Marktwertübersteigt, angenommen werden müßte — nur dann könnteAlles wieder gut werden. Doch stand der mächtig ange-schwollenen Agitation im Wege, daß die Mehrheit der beidenHäuser im Jahre 1890 der republikanischen Partei ange-hörte, welche im großen und ganzen für solche freie Prä-gung nicht zu haben war, während die sogenannte demo-kratische Partei in ihrer Mehrzahl dazu neigte. Aber wenndeshalb auch die Anträge auf freie Silberprügung uachlangem Kampfe nicht obsiegten, so wurde den Urhebernderselben doch ein — wenigstens allem Anscheine nach —sehr großes Zugeständnis gemacht. Aus Gründen Politi-scher Taktik, weil jede Partei mit der über gewaltige Mittelverfügenden Silberagitation rechnen muß, und um der Ge-fahr eines schließlichen Triumphes der freien Prägung zuentgehen, ließ der Schatzsekretär Windom mit Hilfe desSenators Sherman im Sommer 1890 einen Antrag ein-bringen, wonach zwar keine Dollars mehr ausgeprägt zuwerde» brauchen, dagegen aber jährlich für mehr als doppeltso viel Silber angekauft werden mnß. Dieser Antrag wurdenach endlosem Hin- und Herschieben zwischen Senat uud