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5 (1897) Politische Schriften von 1879 bis 1892
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man eigens zu diesem Zwecke anlegen und mit Festungs-werken schützen mußte.

Nachdem darauf eine endlose Reihe von neuen gesetz-geberischen Prozeduren gescheitert, nachdem alle Anschlägeauf das Einfangen der europäischen Staaten für amerika-nische Interessen mißlungen waren, kamen die Silberleutezu der Erkenntnis, daß die fortgesetzten Einkäufe auf Grundder Blandbill ihnen nicht helfen würden, und daß es nurEins für sie gäbe: die freie Silberprägung ohne Maß.Wenn jede zur Münze gebrachte Silberbarre von Staats-wegen in Dollars umgeprägt werden, und jeder solcherDollar bei Zahlungen zu einem vorgeschriebenen Wert, deretwa dreiunddreißig Prozent seinen dermaligen Marktwertübersteigt, angenommen werden müßte nur dann könnteAlles wieder gut werden. Doch stand der mächtig ange-schwollenen Agitation im Wege, daß die Mehrheit der beidenHäuser im Jahre 1890 der republikanischen Partei ange-hörte, welche im großen und ganzen für solche freie Prä-gung nicht zu haben war, während die sogenannte demo-kratische Partei in ihrer Mehrzahl dazu neigte. Aber wenndeshalb auch die Anträge auf freie Silberprügung uachlangem Kampfe nicht obsiegten, so wurde den Urhebernderselben doch ein wenigstens allem Anscheine nachsehr großes Zugeständnis gemacht. Aus Gründen Politi-scher Taktik, weil jede Partei mit der über gewaltige Mittelverfügenden Silberagitation rechnen muß, und um der Ge-fahr eines schließlichen Triumphes der freien Prägung zuentgehen, ließ der Schatzsekretär Windom mit Hilfe desSenators Sherman im Sommer 1890 einen Antrag ein-bringen, wonach zwar keine Dollars mehr ausgeprägt zuwerde» brauchen, dagegen aber jährlich für mehr als doppeltso viel Silber angekauft werden mnß. Dieser Antrag wurdenach endlosem Hin- und Herschieben zwischen Senat uud