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Amtes nach Washington entsandt. Weitere Reisen nach London,Brüssel und Paris schließen sich an. Seiner Umsicht ist es zuverdanken, wenn der größte Teil des gefährdeten Kapitals derdeutschen Gläubiger gerettet werden kann. Im Jahre 1913 bringter in Bukarest durch sein persönliches Eingreifen eine rumänischeAnleihe zum Abschluß. Ein Lieblingswerk Adolph von Hanse-manns, die Neu-Guinea-Compagnie, als größtes deutsches Plan-tageunternehmen im Jahre 1886 errichtet, wird von ArthurSalomonsohn mit besonderer Energie fortgeführt. 1912 über-nimmt er den Vorsitz im Verwaltungsrat dieser Gesellschaft.Der Krieg hat aber in kurzer Zeit seine Aufbauarbeit in dieserdeutschen Kolonie vernichtet.
Dr. Arthur Salomonsohn ist, den Spuren seines Onkels fol-gend, lange Jahre hindurch auch Vorsitzender der Stempel-vereinigung Berliner Banken, er gehört dem Zentralausschuß derReichsbank an, ist einige Jahre Mitglied der Berliner Industrie-und Handelskammer und vertritt die deutschen Banken imReichswirtschaftsrat. Das größte Verdienst hat sich Salomonsohndurch seine Einstellung zu der Fusion der Disconto-Gesellschaftmit der Deutschen Bank erworben. Trotz der seit Menschen-altern begründeten Familientradition hat er nicht gezögert, dieNotwendigkeit der Rationalisierung anzuerkennen und dem Zu-sammenschluß der beiden Banken unter der vereinigten Firmazuzustimmen. Er wird gemeinsam mit Max Steinthal Aufsichts-ratsvorsitzender des Instituts. Aber er überlebt die Muße nichtlange. Am 15. Juni 1930 stirbt er nach kurzer Krankheit.
Der Ehe Adolph und Sara Salomonsohns entstammt nebendrei Töchtern als einziger Sohn Dr. Georg Solmssen. Mitdem schneeweißen, gescheitelten Haar, dem vollen, bartlosenGesicht und den großen, tiefdunklen Augen ist Solmssen nichtnur ein auffallend schöner und eleganter, sondern auch einselten vielseitiger Mann, durchaus der Sohn seines Vaters.Am 7. August 1869 in Berlin geboren, besucht er hier dasFriedrich-Werdersche Gymnasium, studiert Jura, bestehtdas Assessorexamen mit dem Prädikat „gut“ und ist zunächstbeim Amtsgericht Frankfurt a. d. O. kommissarisch tätig. ImJahre 1898 erhält er einen Auftrag des preußischen Justiz-