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Niedere asiatische Plateaus.
mipalatinsk (708 Fuß) am Irtisch hinab, wo bald die Grenze dergroßen sibirischen Niederung ihren Anfang nimmt. Im Gesenke desTarim und Lop-See bis gegen Aksu würde zwar das Gedeihen vonGranaten, Weintrauben, wie die berühmten in der Oase von Hami,und die Baumwollencultur, die auch in Ili neuerdings trefflich imGedeihen ist, auf eine Erniedrigung von 2000, vielleicht selbst biszn 1200 Fuß absoluter Höhe zurückschlicßeu lassen. Gegenüberder wahren Niederung des asiatischen großen Niederlands unter500 Fuß könnte man aber selbst diesen Strich als Plateaubildungzweiter Ordnung bezeichnen.
Das Plateauland von Persien oder Iran (in seiner alt-historischen Bedeutung) steht gewissermaßen auf der Grenze beiderKlassen. Denn während die mittlere absolute Höhe 4000 Fußbeträgt, steigen Anschwellungen viel höher, sinken Eintiefungenunter die Normalhöhe. Sinken und Steigen geht durcheinander.
An seiner östlichen Erhebung gegen den Indus liegt dasPlateau Kabul 6000 Fuß (die Stadt Kabul 5988 Fuß) über demMeere. Am Nordrandc das Plateau von Banchan 7500 Fuß(die Stadt Bamhan im Thale 7462 Fuß). Weiter gegen Südendas Plateau von Kandahar 3500 Fuß (die Stadt Kandahar 3264Fuß). Das Plateau von Kweltah im Westen des Bolan-Passes5220 Fuß. Noch südlicher das hohe Plateau der Beludschen biszu 7000 Fuß (die Stadt Kelat 5418 Fuß).
In der Mitte des östlichen Persischen Plateaus, im altenGedrosien, Drangiana, Parthien, um den Zareh-See, ist dagegendie Einsenkung des Iranplateaus am stärksten. Mittlere Höheam Zareh-See 2100 Fuß, zu Herat im Norden 2628 Fuß.Höher steigt es in Westpersien in der Meridianrichtung desKaspischen Sees: am Nordrande zu Teheran 3672 Fuß, Scha-brad im Südosten von Ostrabad 4000 Fuß, Kasbin westwärtsvon Teheran 4000 Fuß, Samegon 5700 Fuß. Die tiefste Ein-senkung bei Kom und Kaschan ist nicht ganz bis 2000 Fuß über