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Auf peninsnlaren Südgliedern Europas, wie in Morea (inArkadien 2000 Fuß), in der Krim (auf dem Plateau von Sim-feropol 800—1200 Fuß) tritt diese Naturform der niedrigen Pla-teaus noch merklich hervor.
Die niedere Form der Plateaubilduug ist also iu großer Man-nigfaltigkeit viel allgemeiner als die höhere Form durch alle Erd-theile verbreitet. Beide Formen nehmen vereint sehr große Räumeder Erdrinde ein. Wir können sie wohl mit Recht die stetig ge-schlossene massige Erhebung der Erdrinde nennen im Gegensatzder vielfach unterbrochenen linearen Erhebungen der Erdrinde, derGebirgsländer der Erde, die oft mit ihnen verwechselt zu werdenpflegen und die bei deu Geographen eine überwiegende Beachtungerlangt haben. Jene plastische Form der Plateaubildung war fastganz in Vergessenheit gerachen. Erst A. v. Humboldt hat zu ihrerWiederbeachtung verholfen. Durch viele hundert Messungen hater ihre Form genau bestimmt und auf ihre Bedeutung für dieKlimate, für die Krümmung der Isothermenlinien, für Zweige desAckerbans, für das physische und moralische Leben der Völker, ja,für den Entwickelungsgang der Weltgeschichte hingewiesen.
Indem wir diese Angaben für eine allgemeine Uebersicht hierschließen, müssen wir allerdings dem Vorwürfe A. v. Humboldtsbeistimmen, daß in den Geographien nun wieder ein großer Miß-brauch mit dem so lange vernachlässigten Worte Plateau getriebenworden. Wir müssen selbst diesen Vorwurf für unsere in derAllgemeinen Erdkunde, im Großen auf die Plateaus von Inner-afrika und Innerasien gemachte Anwendung gelten lassen. Da-mals, vor 30 und mehr Iahren war von wirklichen Messungenjener Plateaus noch uicht die Rede, und also unsere Unwissenheitdie Ursache einer Generalisirung, welche nach Analogien von deuForschungen in der neuen Welt auf die alte Welt zurückschloß.Die falsche Anwendung dieser Ausdrücke, welche später von ver-schiedenen Seiten selbst aus artographische Darstellungen über-tu-