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Randgebirge.
Südgehängen, wie die Schweizeralpen von Südwest nach Nordostund der Kaukasus von Nordwest gegen Südost — alle diese Ver-hältnisse sind von einflußreichster Bedeutung. Von nicht mindererWichtigkeit ist es, ob die Gebirge nur Randgebirge andererPlateamnasseu sind, die nur einseitige Entwickelung haben, wieder Himalaha gegen Süden, der nördliche Taurus gegen Nor-den, weil sie die ihnen nord- und südwärts vorgelagerte» Pla-teaubildungen nur begleite» uud daher gegen diese nur geringeAbfälle haben können.
Da Plateauländer meist zu beiden'Seitzn^ihrer Erhebungsolche Randgebirge zeigen, so hat man diese auch wohl zweienRahmen verglichen, zwischen welchen die ebene Plateauland-schaft wie ausgespannt liegt, und gewöhnlich ziemlich gleicheHöhe zeigt. Sind diese Plateaubegleiter aber nicht unmittelbaranstoßend, sondern durch tiefere Einsenkungen von denselben ab-. gerückt, aber uoch mit ihnen in gleichen Streichnngslinien ge-blieben, so hat sie A. v. Humboldt nur Umwallungen genannt,wie den Altai au der Nordseite des asiatischen Centralplatcaus.Die Senke zwischen dem Altai und dem Centralplatcau ist zumTheil mit Seen besetzt. Ebenso könnte der Kaukasus als Um-wallung des armenischen Plateaus genannt werden, durch Kur undAraxeS getrennt. Doch tritt bei ihm noch ein anderes Verhält-niß ein, eine theilweise Verknüpfung mit dem Plateau am West-ende durch die Moschischen Berge. Ebenso ist die Pyrenäenkettein der östlichen Hälfte eine Umwallung des castilischcn Plateaus,von dem sie durch das Ebrothal abgerückt ist, bildet aber in demwestlichen Drittel ein wahres Randgebirge Ober-Castiliens unddes hohen Biscaha.
Lagern Gebirgsketten sich mitten über Plateaubilduugen, sodaß ihr Fuß schon auf der Plateauhöhe steht, ihre Gipfel dannnur relativ niedrig erscheinen können, obwohl sie doch durch ihreUnterlage schon gehoben, zu sehr großer absoluter Höhe über dem