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Germanisch - Sarmatische Niederung.
In Australien scheint die Form des Tieflandes vorherrschendgeblieben zu sein, wenn auch hier und da durch wenige gemachteMessungen mehr Ausnahmen als zuvor hervortreten sollten.
In Europa sind drei große Niederungen zu unterscheiden.Das größte Tiefland, das mitteleuropäische, umfaßt die Gestade derNordsee, die Gestadeländer der Ostsee , tief landein, mit noch süd-östlichen Fortsetzungen. Ein zweites nicht weniger großes Tief-land nimmt das nördliche Rußland in seiner Senkung gegen dasNordeismeer und das Weiße Meer ein. Es macht nur eiuen Theilder großen polaren Niederung aus und schließt sich an die sibirischeNiederung au, welche uur der Ural von ihr scheidet. Ein drittesist das pontisch-kaspische Tiefland.
Die germanisch-sarmatisch-rnssische Niederung Mitteleuropa's .
Das mitteleuropäische Tiefland durchzieht ohue Unterbrechungvon den Rheinmündungen ganz Mitteleuropa bis zur mittlerenWolga und dem Ural . Es ist vorherrschend das Land der Ebe-nen, ein Flachland mit sanften welligen Erhebungen, die am Nord-und am Südraude hier und da einen Charakter niedrigster Pla-teauländer annehmen, aber mit ihren wenigen Kuppen nur seltensich über die obere Grenze des Tieflandes von 500 Fnß erheben.Es beginnt mit dem Schelde-Rheindelta, in Holland , durchziehtdas niedere Westfalen, Niedersachseil, die Marken, Niederschlesien,das niedere Galizien und Polen bis über den obern Dnepr unddie mittlere Wolga . Es ließe sich selbst in den schmalen Strom-thälern aufwärts am Rheiu bis Straßburg (474 Fuß), au derWeser bis Cassel (486 Fuß), an der Elbe bis Dresden (280Fuß) aufwärts verfolgen.
Amsterdam 0 Fuß über dem Meere, mit dem ganzen Nhein-delta, das in der Bucht des Rheinstroms sich als Niederung überDüsseldorf (107 Fuß) bis Cöln (110 Fuß) hiuaufzieht. DasNiederland des Rheiulaufs beginnt unterhalb Mainz mit der Spie-