Pontisch.Kaspische Erdsenke,
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Das Politisch-Kaspische Tiefland, die große Einscnknngder Alten Welt.
Dieses zweite große Tiefland ist die unmittelbare Fortsetzungdes mitteleuropäisch-russischeu Tieflandes mit entschiedener Sen-kung gegen den Pontischen Süden, welche alle Flußlänfe desselbenbezeichnet. Es erstreckt sich von der Donaumüuduug über denuntern Dnestr , Bog, Dnepr, Don und Wolga bis zum KaspischenSee und fetzt sich auch noch weiter ostwärts fort bis zum Aral-see. Hier senkt sich die Sibirische Niederung fast ohne alle Unter-brechung in die Aralische Niederung hinab. Die südöstliche Nie-derung von Europa im Zusammenhange mit der westsibirischen(102,000 tU M.) ist eiue der räumlich weitesten Niederungen derganzen Erde. Nur durch die lange Meridiane Gebirgskette desUralzuges von 50° bis 67° N.Br. wird die baltisch-sarmatischeNiederung von der westsibirischen geschieden, durch die Uralkette mitihrer kanin zwischen 4000 nud 5000 Fuß im Maximmn sich erheben-den Kammlinie und sehr geringen Breite ihres Erdspaltcs, aus demihre Parallelketten hervorgehoben wurden. Den Ural weggedachtwürde eine Linie von Breda zwischen den Mündungen der Scheide,der Maas und des Rheins, sich zwischen 51^° bis 485° N.Br.über Tobolsk bis Semipalatinsk am Obi an der chinesisch-si-birische» Grenze ununterbrochen über aufgeschwemmte Ebene indas Hügelland, Haide- und Steppenland fortsetzen, in einer Länge,die A. v. Humboldt mit der dreifachen Länge des Amazonenlanfsvon Westen nach Osten vergleicht!
Gegeu Südcu wird die cisuralische, europäische Seite derpolitischen Niederuug vom Schwarzen Meere um durch eine nie-dere Granitplattc getrennt, die von Wolhynien nud Podolien ge-gen Osten die Dnepr-Katarakte durchfetzt, gegen Sndosten immerschmaler wird und .erst bei Taganrog am untern Don und Asow-schen Meere ihr Ende findet. So wird der schmale Steppensaunt